Erstellt von Karin Kleinert | |   Wolfgang Ehrenlechner

„Ich möchte eine zukunftsorientierte Kinder- und Jugendpolitik gestalten“

Nun ist es offiziell: Wolfgang Ehrenlechner ist Grüner Direktkandidat für den Bundestag

 

Mit 95 Prozent Ja-Stimmen wurde Wolfgang Ehrenlechner von den heimischen Grünen als Direktkandidat im Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land für die Bundestagswahl im September gewählt. Nachdem der Teisendorfer bereits im Januar in einer digitalen Versammlung nominiert worden war, folgte nun die offizielle Aufstellungsversammlung.Weil diese aufgrund der Infektionslage in den beiden Landkreisen auch per Videokonferenz abgehalten wurde, war anschließend noch eine rechtlich bindende Briefwahl nötig. Sehr beachtlich ist auch die Wahlbeteiligung: gut vierzig Prozent der insgesamt 475 Mitglieder gaben ihre Stimme ab. 

 

In seiner engagierten Rede sagte Ehrenlechner, dass er sich mit aller Kraft für eine gute Zukunft von Kindern und Jugendlichen in aller Welt einsetzen wolle. Eine zukunftsfähige Politik müsse sich noch viel mehr an den Interessen junger Menschen orientieren. Das sollten auch die Entscheidungsträger vermehrt im Blickfeld haben. Ein wichtiger Schritt die Jugend miteinzubeziehen, ist daher die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, was er gleich in der nächsten Legislaturperiode angehen wolle, so der Teisendorfer. Darüber hinaus müsse in Gesetzgebungsprozessen automatisch sichergestellt sein, dass politische Entscheidungen für nachfolgende Generationen gute Rahmenbedingungen schaffen anstatt sie einseitig zu belasten. 

 

Ehrenlechner betonte, er wolle der Jugend durch gute Bildung und mehr Freiwilligendienste ermöglichen, ihren eigenen Weg zu finden. Das gelte freilich auch für benachteiligte junge Menschen. Für optimale Startchancen brauche es obendrein eine Kindergrundsicherung, die eine umfassende Teilhabe an schulischem und gesellschaftlichem Leben ermöglicht. Als Mitglied der Gesellschafterversammlung der GEPA, des größten europäischen Importeurs für fair gehandelte Lebensmittel und Handwerksprodukte, hat der 40-Jährige auch die Verantwortung Deutschlands als große Industrienation im Blick. Dazu gehöre für ihn, sich für gesetzliche Rahmenbedingungen stark zu machen, die Betriebe in Deutschland und der EU verpflichten, für ausreichende Arbeitssicherung und soziale Mindeststandards zu sorgen. 

 

Auch mit seinen Erfahrungen aus seinem beruflichen Werdegang warb er um die Stimmen der Mitglieder: Ehrenlechner ist Geschäftsführer einer der größten Jugendorganisationen Deutschlands, des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Er wisse, wie wichtig eine starke, vielfältige Zivilgesellschaft mit guten Netzwerken ist. Diese stärke die Demokratie und treibe eine nachhaltige Entwicklung voran.

 

Nachdem das Briefwahlergebnis vorlag, sagte Ehrenlechner, dass ihn die 95 Prozent Ja-Stimmen und die hohe Wahlbeteiligung sehr motivieren und er den kommenden Wochen mit Spannung entgegen sehe. Mit dem Wahlkampf habe er bereits digital losgelegt. Eine ausgesprochen gute Plattform seien die von den Kreisverbänden organisierten Online-Diskussionsrunden mit interessanten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden, die sehr gut angenommen würden. Freilich wolle er sich, sobald Präsenzveranstaltungen wieder erlaubt sind, bei so vielen Ortsverbänden wie möglich vorstellen. „Auf einen Wahlkampf mit vielen persönlichen Begegnungen und einem Kennenlernen vor Ort freue ich mich schon sehr“, so der Teisendorfer. 

 

Sollte Ehrenlechner das Direktmandat, das der ebenfalls wieder kandidierende Peter Ramsauer (CSU) seit 1990 innehat, nicht erlangen, will er versuchen, über die bayerische Landesliste in den Bundestag einzuziehen. Diese wird von den Delegierten auf dem Landesparteitag der Grünen am 17./18. April in Augsburg gewählt. Weil es sich um eine Hybridveranstaltung handelt, sind nur die Kandidaten vor Ort. Die Delegierten sind per Videokonferenz dabei und wählen, und das wäre für die hiesige Region sehr wichtig, Wolfgang Ehrenlechner hoffentlich auf einen aussichtsreichen Listenplatz. Als Delegierte für die LDK wurden im Kreisverband Traunstein Helga Mandl, Gisela Sengl, Martina Wenta, Michael Langwieder, Walter Wimmer und Wolfgang Schnell gewählt. Im Kreisverband Berchtesgadener Land sind dies Iris Edenhofer, Magdalena Wimmer und Bernhard Zimmer.

 

Zur Person

Wolfgang Ehrenlechner ist 40 Jahre alt und wohnt mit Familie in Teisendorf. Der gelernte Bankkaufmann arbeitet seit 2017 als Geschäftsführer beim Bund der Deutschen Kath. Jugend (BDKJ), dessen Bundesvorsitzender er zuvor drei Jahre war. Deshalb pendelt er während der Woche nach Düsseldorf, wo sich die Bundeszentrale des BDKJ befindet. Ehrenlechner engagiert sich in vielfacher Weise: 2007 war er Mitbegründer der Klima-Allianz Deutschland, von 2007 bis 2014 war er Bundesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB). Seit 2010 arbeitet er in verschiedenen Gremien des Deutschen Bundesjugendrings mit, seit 2014 gehört er der Gesellschafterversammlung der GEPA-The Fair Trade Company an. Vor vier Jahren trat er den Grünen bei und ist seit 2019 Mitglied im Kreisvorstand Berchtesgadener Land sowie Sprecher vom Ortsverband Teisendorf. Er engagiert sich in verschiedenen Arbeitsgruppen der Grünen auf Landes- und Bundesebene. 

 

 

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