Erstellt von Edwin Hertlein | |   Kreisverband

Grüne für Flächensparen beim Bauen

Nach Ansicht der Teisendorfer Grünen sollte bei künftigen Baulandausweisungen mehr auf flächensparendes Bauen geachtet werden.

Nach Ansicht der Teisendorfer Grünen sollte bei künftigen Baulandausweisungen mehr auf flächensparendes Bauen geachtet werden. Grünen-Ortsvorstandsmitglied Hans Eisenbichler verwies im Rahmen der letzten Grünen-Ortsversammlung darauf, dass es in Teisendorf eine große Nachfrage nach preiswertem Bauland gebe. Teisendorf floriere wirtschaftlich und sei für Menschen von außerhalb sehr attraktiv.

Durch flächensparendes Bauen könnten die Preise für ein Baugrundstück deutlich sinken. Eisenbichler erinnerte an die Beispiele Mousonring und Stankt Anna Siedlung. Ein solchermaßen verdichtetes Bauen wäre wesentlich flächensparender als die Wohngebiete, die in Teisendorf die letzten Jahre ausgewiesen worden sind. Um eine ansprechende architektonische Gestaltung eines solchen flächensparenden Bauens zu gewährleisten, schlug Eisenbichler einen Architektenwettbewerb vor. Für die Umsetzung eines solchen Modells wäre eventuell die Einbindung eines Bauträgers sinnvoll. Eisenbichler sprach sich dafür aus, in künftigen Baugebieten, etwa im angedachten Baugebiet südlich von Schödling, ein Drittel oder ein Viertel der Flächen für solch flächensparende Bebauung zu reservieren. Des weiteren machte sich Eisenbichler dafür stark, wieder mehr in sozialen Wohnungsbau zu investieren. Nach dem Krieg wären 50 Prozent aller neu gebauten Wohnungen Sozialwohnungen gewesen. Heute liege die Zahl bei drei bis vier Prozent. Es sollte geprüft werden, ob in der Marktgemeinde entsprechende Förderprogramme des Freistaates genutzt werden könnten.

Auch Grünen-Mitglied Wolfgang Ehrenlechner machte sich mehr Flächensparen bei der Baulandausweisung stark. Seiner Ansicht nach sei das Gelände südlich von Schödling mit seiner Hangneigung sehr gut für flächensparendes Bauen geeignet. Auch sollte darauf geachtet werden, bei der Energieversorgung auf regenerative Energien zu setzen und möglichst wenig Flächen zu versiegeln. Ein sehr gelungenes Beispiel für flächensparendes und ökologisches Bauen sei die Vabaun-Siedlung in Freiburg. Auch Marktgemeinderat Edwin Hertlein begrüsste die Vorschläge Eisenbichlers zum Flächensparen bei der Baulandausweisung. Er könne sich auch vorstellen, Flächen für sogenannte Klein- oder Mini-Häuser in Neubaugebieten zu reservieren. Diese neuen Haustypen hätten zwischen 15 und 100 Quadratmeter Wohnfläche und kosteten zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Solche Häuser, für die es in Deutschland eine stark zunehmende Nachfrage gebe, wären vor allem für Singles interessant. Aber auch wenn eine Familie zwischenzeitlich wachse und später wieder schrumpfe wären solche Wohnlösungen interessant. Mit Klein- oder Minihäusern könnten sich auch Menschen mit geringem Einkommen ein eigenes Häuschen leisten. Hertlein bedauerte, dass die Neuaufstellung des Flächennutzungsplane der Marktgemeinde so in die Länge gezogen habe. Seiner Ansicht nach habe das unter anderem an der Bayerischen Staatsregierung gelegen. Deren Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes habe sich unter anderem wegen des noch bis vor kurzem geplanten Baus einer Skischaukel am Riedberger Horn deutlich verzögert. Hätte die Staatsregierung gleich auch diesen „ökologischen Unsinn“ verzichtet, wäre die Neuaufstellung des Landesentwicklungsplanes in viel kürzere Zeit möglich gewesen. Aber auch das viel zu lange Festhalten der Mehrheit des Marktgemeinderates an Projekten wie dem Containerterminal oder Aventura hätten seiner Meinung die Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes unnötig verzögert.

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