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Wiese an der Sur: Wohnbebauung oder Gewerbegebiet?

Obersurheimer Bürger sind mit den Plänen der Gemeinde nicht einverstanden. Helfau III nennt die Gemeinde Saaldorf-Surheim die Gewerbefläche in Obersurheim. 25.000 Quadratmeter westlich der Sur wurden im Jahr 2003 in den Flächennutzungsplan eingetragen. Es ist alles sehr schnell gegangen damals, weil eine große mittelständische Firma geeignetes Bauland gesucht hat.

 

Die Fläche aber ist bis heute eine grüne Wiese. Anlieger des angrenzenden Wohngebietes „Mayrfeld“ befürchten nun, dass sich hier Firmen ansiedeln, die erheblich mehr Belastungen für sie bringen könnten.

Für die Grünen-Gemeinderäte Norbert Höhn und Falk Hoyer ist die Gefahr konkret: aus dem Gewerbegebiet könnte „Industriegebiet“ werden; mit Lärm und Staub und starkem Lkw-Verkehr. „Es besteht die Gefahr, dass sich dort Firmen ansiedeln, die dem Gedanken eines sozial und ökologisch verträglichen Gewerbegebietes nicht gerecht werden“, schreiben sie in ihrem Antrag an die Gemeinde.

2003 wollte man die Chance auf einen leistungsfähigen Betrieb, der viele Arbeitsplätze bringe, nicht auslassen. Da aber die besagte Firma auch fünf Jahre später noch keine Anstalten macht, hier anzusiedeln, ist für die Antragsteller die damalige Entscheidungsgrundlage hinfällig.

Und sie gehen noch einen Schritt weiter: Weil ohnehin Wohnbaumöglichkeiten fehlen, solle man diese Fläche in ein Wohngebiet umwidmen. „Eine Neuausweisung sollte aus sozialen, ökologischen und infrastrukturellen Gründen als sinnvolle Anbindung an bereits bestehende Wohngebiete in Saaldorf und Surheim erfolgen.“ Ein Erschließung auf der „Grünen Wiese“ lehnen die Antragsteller ab.

Helfau III würde sich hier ideal anbieten. Es grenzt nahtlos an das Wohngebiet „Mayrfeld“ und die Lage an der Sur bedeutete einen hohen Wohnwert. Zum Ortszentrum Surheim ist es nicht weit und mittelfristig wäre sogar eine S-Bahn-Anbindung denkbar.

Höhn und Hoyer betonen ausdrücklich, dass sie nicht gegen die Ausweisung von Gewerbegebieten sind. Aber es müsse mit Bedacht und Weitsicht erfolgen. „Unsere Landschaft ist ein wertvolles Kapital“, betonen beide unisono. Damit sich die Gemeindebürger informieren können, haben sie den Antrag ist Netz gestellt; unter www.gruene-bgl.de ist er nachzulesen. 

Die Besucher benutzten ihre Zeit beim „Fairen Frühstück auf dem Rupertusplatz“ auch zu einem Gespräch mit dem Landesvorsitzenden der Grünen, Sepp Daxenberger, v. l. Besucher Horst Hieble, 2. Bürgermeister Franz Eder, Sepp Daxenberger und Gerti Thoma vom Weltladenteam.
Die Reihen fest geschlossen. Obersurheimer Bürger machen sich Sorgen um die Wohnqualität. Nachbarn und spielende Kinder wären ihnen lieber als Lärm und Staub.

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