Zwei Kilometer „Narrenfreiheit“ durch Piding

Das Bundesland Salzburg schützt seine Bürger auch in Zukunft wirkungsvoll vor Lärm und erhöhten Emissionen durch das Tempolimit auf 100 km/h und ausgedehnte Lärmschutzmassnahmen entlang der Autobahn. Das ist die positive Folgerung aus dem Artikel.

Von solch einem vorsorglichen Verhalten einer Verwaltung können die Pidinger Bürger natürlich nur träumen, denn vom Walserberg kommend heißt es auf der Ortsdurchfahrt durch Piding (die Autobahn zerschneidet hier den Ort gewissermaßen in zwei Teile): „Freie Fahrt für Freie Bürger“ auf etwa 2 Kilometer. Bereits vor der Ausfahrt heißt es allerdings wieder herunterbremsen, denn hier wird das Tempo auf 80 reduziert (neuer Fahrbahnbelag) und auf dem Weg nach Anger übernimmt dann das automatische Leitsystem die Regelung der Geschwindigkeit.

Besonders belastend für die Pidinger, dass ausgrechnet die Fahrbahnschäden im Ortsbereich bei der diesjährigen Sanierung des Fahrbahnbelages wieder nicht beseitigt wurden. Im Klartext bedeutet das, dass der Pidinger Bürger diese „Narrenfreiheit“ der vollen Beschleunigung auf 150 und mehr, die mit einem besonders hohen Energieverbrauch und damit einem besonders hohem Schadstoffausstoß verbunden ist, auch noch mit besonders hoher Lärmbelastung bezahlen.

Ein groteske Situation: wäre der Fahrbahnbelag auch auf den zwei Kilometer durch Piding erneuert worden, würde dieser schöne neue Belag bzw die Autofahrer, die ihn befahren durch ein Tempolimit 80 geschützt!

Das kürzlich, im Zuge der Änderung des Flächennutzungsplan „Obst Maier“ erstellte Gutachten bescheinigt den Ortsteilen neben der Autobahn eine besonders hohe Belastung durch die Autobahn.

Warum kann nicht endlich auch im Bereich der Ortsdurchfahrt ein Tempolimit 100 gelten?

Wann werden endlich auch die Pidinger Bürger vor unnötigem Lärm und unnötig hohen Emissionen geschützt?

Immerhin ist Piding ein Luftkurort, der mit diesem Prädikat auch Urlauber und Gäste anlockt.

Dr. Bernhard Zimmer, Piding

 

Veranstaltungen:

Freie Fahrt

Freie Fahrt für freie Bürger durch Piding auf dem Rücken der Pidinger Mitbürger.

Danke !