Gesellschaftliches Engagement braucht Räume
Die Grünen/Bürgerliste Freilassing setzen sich dafür ein, mehr Bürgertreffpunnkte zu schaffen
Der Ortsverband der GRÜNEN/Bürgerliste Freilassing setzt sich für mehr öffentlich zugängliche Räume ein, die Vereinen, Initiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern für Treffen und Diskussionen offenstehen. Anlass war unter anderem ein kürzlich geplantes Arbeitstreffen zur Vorbereitung der Kommunalwahl 2026, das kurzfristig umorganisiert werden musste, weil der gebuchte Nebenraum in einem Gastronomiebetrieb nicht zur Verfügung stand.
„Dieses Erlebnis zeigt ein grundsätzliches Problem: Es fehlen in Freilassing geeignete Bürgertreffpunkte, an denen sich Menschen ohne Konsumzwang und ohne hohe Kosten austauschen können“, betont das Sprecher-Duo des Ortsverbands der Grünen, Ulrike Schweiger und Kaspar Müller. „Demokratie lebt vom Dialog – aber wenn Räume fehlen, wird bürgerschaftliches Engagement unnötig erschwert.“
Die Vorsitzende der Bürgerliste, Stefanie Riehl, ergänzt: „Wir brauchen Orte, an denen konzentrierte Gespräche möglich sind und sich Ehrenamtliche und Interessierte unkompliziert treffen können. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt so wichtig ist.“
In der Stadtplanung nennt sich dieses Konzept „Dritte Orte“. Der Begriff “Dritte Orte“ bezeichnet Treffpunkte, die weder dem privaten Zuhause (‚erster Ort‘) noch dem Arbeitsplatz (‚zweiter Ort‘) zuzuordnen sind. Dritte Orte sind Räume der Begegnung – offen, niedrigschwellig und ohne Konsumzwang. Sie fördern den sozialen Austausch, ehrenamtliches Engagement und demokratische Teilhabe.
Die GRÜNE/Bürgerliste Freilassing will das Thema „öffentliche Bürgertreffpunkte“ deshalb zu einem Schwerpunkt ihres Programms für die Kommunalwahl 2026 machen. Ziel ist es, neue Räume zu schaffen und bestehende zu sichern, damit Vereine, Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger weiterhin gemeinsam an einer lebendigen Stadtgesellschaft arbeiten können.
Am Ende wurde aus dem Arbeitstreffen übrigens ein Abend im Biergarten. Sehr gesellig und entspannt – aber für politische Arbeit ungeeignet.