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Michael Widmann will Bürgermeister werden

Es ist an der Zeit, dass der Berchtesgadener Bürgermeister wieder ein Markterer ist. Mit dieser Forderung schickt der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Tal Michael Widmann zur Kommunalwahl 2008 ins Rennen um das Bürgermeisteramt. So haben es die Grünen auf Ihrer Ortsversammlung vor ein paar Tagen in der Rostalm beschlossen.

Michael Widmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist im Markt aufgewachsen und hat dort einen Großteil seiner Schulzeit verbracht. Widmann kann auf eine langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik zurückgreifen. Er war 10 Jahre lang Mitglied im Gemeinderat Bischofswiesen und 9 Jahre zusätzlich Mitglied im Bauausschuss. Darüber hinaus hat Widmann einige Jahre das Amt des Jugend- und Liegenschaftsreferenten übernommen und war vom Beginn der letzten Legislaturperiode bis zu seinem Umzug nach Berchtesgaden im Jahre 2005 dritter Bürgermeister der Gemeinde Bischofswiesen. Daneben hat er im Laufe der Jahre bei den Grünen verschiedene Ämter auf Orts- und Kreisebene ausgefüllt. In Widmann sehen die Grünen einen Kämpfer für die Belange aller Bürger Berchtesgadens. Ein zentrales Anliegen Widmanns ist ein wesentlich offener Umgang, vor allem des Bürgermeisters, auch mit schwierigen politischen Themen. In Berchtesgaden werden zu oft Entscheidungen in nichtöffentlichen Sitzungen und Ausschüsse verlagert. Man habe den Eindruck, der Marktgemeinderat selbst ist mehr für die unverfänglichen Dinge zuständig. Besonders liegt Widmann der Ortskern am Herzen. Er bemängelte das Engagement der Gemeindeverantwortlichen für das Ortsbild des Marktes und machte dies am Beispiel des Gasthof Triembacher deutlich. Dieses zentrale, das Ortsbild seit mehr als 200 Jahren prägende Gebäude, in dem Widmann seine Kindheit verbracht hat, verfällt zusehends. Ernsthafte Initiativen das Gebäude zu erhalten und einer sinnvollen Nutzung zuzuführen, sind seit Jahren nicht mehr erkennbar. Dies sei aus städtebaulicher Sicht ein Versäumnis ersten Ranges.Widmann forderte in diesem Zusammenhang auch die Wiederbelebung des CIMA-Arbeitskreises, der ja immerhin für die wirtschaftliche Entwicklung des Marktes gegründet worden ist. Eine sinnvolle Ortsentwicklung könne nur gemeinsam mit den Betroffenen funktionieren. Die Fehler, die im Nonntal gemacht wurden, dürfen sich nicht wiederholen. Als Grünen Kandidat steht Michael Widmann für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung Berchtesgadens, die die ökonomischen und ökologischen Belange der Berchtegadener Bürger miteinander vereint.

 

Ein weiteres wichtiges Thema der Ortsversammlung der Günen waren darüber hinaus die Antworten des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz auf eine Landtagsanfrage der Grünen Abgeordneten Ruth Paulig zu den geplanten Baumaßnahmen im Skigebiet Götschen in Bischofswiesen. Völliges Unverständnis herrscht bei den Grünen über die darin genannten Zahlen zum Finanzierungsvolumen. Wo Bürgermeister Altkofer anlässlich der Kreistagsitzung am 26.07.2006 von einem Finanzierungsvolumen von € 2.296.620 sprach, geht das Kultusministerium von ca. € 765.000 aus. Wo die Gemeinde Bischofswiesen die Anträge zum Götschenausbau bislang nicht weitergeleitet hat, spricht das Kultusministerium davon, dass die baufachliche Prüfung durch die Regierung von Oberbayern noch nicht abgeschlossen ist. Welche Anträge dieser Prüfung zugrunde liegen, wenn diese doch nicht weitergeleitet wurden, ist nicht ersichtlich. Offensichtlich weiß in bester Götschentradition die Linke nicht was die Rechte tut. Als skandalös bezeichnen die Grünen die Aussage des Umweltministeriums zu den bis heute nicht erfolgten Ersatzaufforstungen, die Auflage im 1998 erfolgten Genehmigungsverfahren zum damaligen Götschenausbau waren. Danach seien Aufforstungen in einer Größenordnung von 9000 qm als Ersatz für erfolgte Rodungen nicht mehr erforderlich, weil sich durch natürlichen Anflug wieder ein Waldrand ausgebildet hat. Ganz abgesehen davon, dass der natürliche Anflug nie und nimmer die festgesetzte Größe von 9.000 Qm ausmacht, werden hier im Nachhinein Verstöße gegen Genehmigungsbescheide sanktioniert. Nachdem sich der Deutsche Snowboardverband nun voraussichtlich für ein gemeinsames Trainingszentrum mit dem österreichischen Verband entscheiden wird, ist die Zukunft des Götschen ungewiss. Besonders weil die damaligen Verträge noch mit dem DSV auf mehr als zwanzig Jahre abgeschlossen wurden. Mittlerweile steht Bischofswiesen mit dem Götschen vor einem selbstverschuldetem Scherbenhaufen. Das juristische Gestrüpp zu entwirren, wird die Gemeinde noch auf Jahre beschäftigen.

 

Dr. Bartl Wimmer sprach zuletzt die Schäden durch den Sturm Kyrill im Berchtesgadener Land an und forderte ein Umdenken bei der Bewältigung derartiger Sturmschäden. Bei allem Verständnis für die Forstverwaltung hinsichtlich ihrer Verpflichtung zur Aufarbeitung der Windwürfe sind die derzeitigen Maßnahmen fragwürdig. Am Wachterl wurden in der Vergangenheit zweistellige Millionenbeträge investiert, um die insbesondere durch Wildverbiss entstandenen Schäden an der Weißwand zu reparieren und die Alpenstraße zu schützen. Ein einziger Sturm hat diese Bemühungen wie ein Kartenhaus zusammen fallen lassen, so Wimmer. Jetzt werden wieder Millionen investiert, um die Sturmschäden zu beseitigen. Wesentliche Teile der Windwürfe bestehen aus Fichtenbeständen, die angesichts der Klimaveränderung langfristig wenig Chancen haben, in der Fläche zu bestehen. Wimmer hält es nicht nur aus Kostengründen für sinnvoller, die Windwürfe nicht aufzuarbeiten, sie böten den besten Schutz vor Erosion und die beste Grundlage für neue Waldgenerationen. Ein Dorn im Auge ist den Anwesenden auch die rücksichtlose Erschließung sensibler Bergwälder durch überdimensionierte Forststraßen, wie es auf dem Weg zur Mordaualm der Fall ist. Der Ortsverband sieht hier einen Aufklärungs- und Handlungsbedarf und beschloss das Thema aufzugreifen und mit den Verantwortlichen zu diskutieren. Zuletzt bedankte sich Michael Drummer nochmals bei Michael Widmann für sein Engagement und seine Kandidatur und sicherte ihm im Namen des Ortsverbandes der Grünen im Berchtesgadener Tal die volle Unterstützung zu.

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