Erstellt von Bernhard Zimmer | |   Piding

A8 in Piding: völlig am Bedarf vorbei wird unser Lebensraum zerstört

Im letzten Bauabschnitt des geplanten A8-Ausbaus von Jechling zur Landesgrenze wird besonders deutlich mit welcher Intensität die jahrelangen Vorplanungen der ABDS zum überdimensionierten Ausbau der A8 die Entwicklung einer Gemeinde hemmen und die Politik des "Allen-alles-recht-Machens" enorme Mengen an Steuergelder verschwendet.

Ein Musterbeispiel auch dafür, wie Orte von der ersten Sekunde der Planung an gegeneinander ausgespielt werden, wie Betroffenheiten und harte Fakten negiert werden und wie wenig man an zukunftsfähigen Lösungen interessiert ist. Allein in diesem Bauabschnitt sind drei Kommunen (Anger, Piding und Bad Reichenhall) massiv betroffen und nur in diesem Bauabschnitt ist man auf die glorreiche Idee gekommen, eine völlige Neutrassierung als Alternative zu planen. Stand heute lässt sich folgendes Ergebnis festhalten:

Für zwei Trassenführungen wurden mehr oder weniger planfeststellungsreife Varianten für einen 6-streifigen Ausbau durchgeplant, der von der ABDS ausgearbeitete Variantenvergleich hat im Wesentlichen, mit einem enorm hohen Planungsaufwand, das nachgewiesen, was die BIs "A8-Bürger setzen Grenzen" und "Autobahnfreier Högl" mit schmalem, aus eigener Tasche finanziertem Budget sehr früh in die Diskussion eingebracht haben.

Die Neutrassierung die sogenannte "Nord-Durchfahrung" Pidings ist unwirtschaftlich, hat einen höheren Flächenverbrauch, raubt den wenigen Vollerwerbslandwirten ihre Existenz und scheidet aus naturschutzfachlichen Gründen (FFH-Gebiet "Saalachaue") nach europäischem Recht aus.

Ein klares Ergebnis, welches unter Einfluss der bayerischen Abgeordneten aufgeweicht wurde. Man will sich ja mit Allen gut stellen und deshalb bleibt der Schwebezustand auf unbestimmte Zeit erhalten, denn nun müssen im Bundesministerium zwei Entwürfe geprüft werden und Erfolg:

die Entscheidung wird in Berlin fallen, vor Ort wäscht man seine Hände in Unschuld.

Der von offizieller Seite immer wieder öffentlich gelobte "Planungsdialog" ist endgültig gescheitert.

Inzwischen haben alle lokalen Gruppierungen, auch diejenigen, die das Verfahren bis zum Schluss hartnäckig positiv bewertet haben, fühlen sich getäuscht. Alle, auch noch so kleinen Sofortmaßnahmen zur Entlastung der Anwohnerinnen und Anwohner werden abgelehnt und so hat sich der Gemeinderat Piding in seiner Stellungnahme zu den Plänen geschlossen gezeigt und beide vorgelegten Planvarianten abgelehnt.


Auch über ein Jahr nach Abgabe der Stellungnahme wartet der Gemeinderat auf eine Reaktion.

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