Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Vortrag zu „Balkonkraftwerke“ im Pfarrheim Leoobendorf

| Laufen

Matthias Zuckschwerdt und Alfred Krammer referierten über nachhaltige Energieversorgung. Ausgezeichnet besucht war der Infoabend der Grünen im Pfarrheim Leobendorf zum Thema „Balkonkraftwerke: Wie Solarstrom und Null-Einspeisung deine Stromrechnung senken können“.

An einem einfachen Modell demonstrierte Matthias Zuckschwerdt, selbst Anlagenbesitzer, die Funktionsweise. Der einfachste Anlagentyp bestehe aus einem oder mehreren Modulen, einem Wechselrichter, der den Strom von Gleichstrom auf Wechselstrom umwandle, und einem Stromanschluss. Um Anlagen noch effektiver nutzen zu können, empfehle sich ein zusätzlicher Akku zur Speicherung des Stroms. Damit die Batterie nur so viel Strom abgebe, wie nötig, könne noch ein sog. Smart Meter hinzugefügt werden. Nur dessen Einbau im Zählerschrank muss von einer Fachfirma erledigt werden.

Experte Alfred Krammer aus Teisendorf, von Beruf Maschinenbaumeister, ging auf viele weitere Themen und Fragen auch aus dem Publikum ein. Zu beachten sei, dass nur eine maximale Leistung von 800 W ins Haus abgegeben werden dürfe. Eine einfache Anlage ohne Speicher kostet heutzutage ab 500 Euro und bringt einen durchschnittlichen Jahresertrag von über 600 kWh. Die Kosten amortisieren sich bereits nach rund 3,5 Jahren. Bessere Ergebnisse lassen sich durch das Hinzufügen eines Batteriespeichers erreichen, da dieser den erzeugten Strom, je nach Größe und Ladung, bis zum nächsten Sonnenaufgang bereitstellen kann. 

Balkonkraftwerke seien nur anzeigepflichtig, nicht genehmigungspflichtig. Die erforderliche Anmeldung erfolge im Marktstammdatenregister. Es seien nur wenige Angaben zu machen und es könne in wenigen Minuten erledigt werden. Der überwiegende Teil der Installation kann mit viel Eigenleistung kostengünstig realisiert werden. Der Referent erklärte einige konkrete Beispiele aus seiner Verwandtschaft mit Balkonkraftwerken, auf Gartenhäuschen, Vordächern oder am Balkon angehängt. Zusammenfassend empfehle er Anlagen mit Batteriespeicher und Smart Meter, die zwar in der Anschaffung teurer, aber dafür wesentlich effektiver seien.

Durch sein Fachwissen überzeugte Bürgermeisterkandidat Matthias Zuckschwerdt. Der Besitz einer eigenen kleinen Anlage führe zu einem bewussteren Umgang mit Strom. Der dauerhafte Verbrauch von Elektrogeräten wie dem Kühlschrank und anderen Stand-by-Geräten könne in den Sommermonaten von einem kleinen Balkonkraftwerk gänzlich gedeckt werden. Zur weiteren Optimierung der eigenen Stromerzeugung empfehle es sich, Geräte mit hohem Stromverbrauch wie Geschirrspüler und Waschmaschine bei gutem Sonnenschein zu nutzen.

Es wurden auch viele andere Fragen von Besuchern zu Balkongeländern, verschiedenen Anlagengrößen, Versicherungsfragen und mehr diskutiert, wobei häufig die Prüfung der individuellen Gegebenheiten wichtig ist.

Zurück