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Bezahlbares Wohnen und Leben ist vordringlichste Aufgabe

| Laufen

Zu einem Gespräch über bezahlbares Wohnen und die künftigen Vorhaben der Baugenossenschaft Selbsthilfe Salzachkreis trafen sich Bürgermeisterkandidat Matthias Zuckschwerdt, Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer sowie Stadt- und Kreisrat Franz Eder mit der Geschäftsleitung und dem Vorstand der Selbsthilfe Salzachkreis in deren Büro in Laufen.

Eingangs zeigte sich Matthias Zuckschwerdt beeindruckt von der Bilanz der Baugenossenschaft und lobte die „gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung“. Und Zuckschwerdt weiter: „Sehr positiv finde ich auch, dass die Baugenossenschaft eine große Breite an Wohnungsgrößen anbietet: von der kleineren Wohnung mit 40 m² bis zu großen Familienwohnungen mit bis zu über 100 m². Und das zu sehr fairen Preisen und niedrigen Nebenkosten durch energiesparende Maßnahmen.“

Mit einem Bestand von über 400 Wohnungen, davon dem Großteil in Laufen, ist die Genossenschaft ein äußerst bedeutender Wohnungsgeber in Laufen. Was den Neubau von Wohnungen in Laufen angeht, vertreten wir Grüne eine gegenteilige Meinung zum noch amtierenden Bürgermeister Hans Feil, erklärte Stadtrat Franz Eder. Er erinnerte daran, dass seine Grüne Stadtratsfraktion mit einem Antrag im Stadtrat gefordert habe, dass sich die Stadt Laufen am „Wohnbauwerk im Berchtesgadener Land GmbH“ beteiligen solle, um weiteren günstigen Wohnraum in Laufen zu schaffen. Das habe der Bürgermeister abgelehnt. „Wir sind aber weiterhin von unserem Vorschlag überzeugt. Man brauche nur die Mietpreise von Wohnungen von privaten Investoren mit denen z. B. von der Baugenossenschaft zu vergleichen“, so Eder.

Geschäftsführer Alexander Stockhammer bestätigte, dass die Nachfrage nach bezahlbaren Mietwohnungen in Laufen besonders hoch sei. Der Mittelwert der Mietpreise liege bei der Baugenossenschaft derzeit bei 5,50 Euro pro Quadratmeter. Matthias Zuckschwerdt betonte, wie wichtig die Schaffung von leistbarem Wohnraum für junge Familien sei. Vorstandsmitglied Richard Puffer und Geschäftsführer Stockhammer zeigten die Schwierigkeiten auf. So seien seit 2019 die Baukosten um fast 50 Prozent teurer geworden. Und ein zweites großes Problem sei, dass durch langwierige Bauverfahren insbesondere im Landratsamt BGL Jahre verloren gehen.

Bartl Wimmer kritisierte die derzeitige Förderpraxis im Freistaat Bayern. So stünden kommunalen Einrichtungen wie dem Wohnbauwerk Berchtesgadener Land keine EOF-Mittel (einkommensorientierte Förderung) zur Verfügung. „Dabei ist Wohnen eine zentrale Zukunftsfrage für unseren Landkreis. In den nächsten Jahren werden viele Arbeitnehmer aus dem Berufsleben ausscheiden. Ohne eine Wohnung anbieten zu können, werden Arbeitgeber auch keine Arbeitnehmer finden.“ Wimmer fordert, dass sich die öffentliche Hand im Wohnungsbau viel stärker engagieren müsse.

Lobende Worte fanden Zuckschwerdt und Eder zur Ausführung des geplanten Neubaus beim ehemaligen Feuerwehrhaus in Laufen. Das geplante Regenrückhaltebecken, der autofreie Innenhof sowie eine weitgehende Klimaneutralität zeugten von der fachlichen Kompetenz der Verantwortlichen.

Vorstandsmitglied Richard Puffer erläuterte die Strategie der Baugenossenschaft. „Wir setzen unsere Mittel effektiv ein, wirtschaften sparsam und denken langfristig.“

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