Erstellt von Michael Drummer | |   Berchtesgadener Tal

Wechsel bei den Grünen im Ortsverband Berchtesgadener Tal.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung Bündnis 90 / Die Grünen in der Rostalm wurde am vergangen Sonntag Daniel Repscher zum neuen Ortsvorsitzenden gewählt. Der engagierte 21 jährige Werkzeugmacher aus Bischofswiesen ergänzt gemeinsam mit der neugewählten Beisitzerin Sabine Wimmer das bisherige Team (2. Vors. und Frauenbeauftragte Beate Boga, Kassier Michael Widmann, Schriftführer Michael Sturm, Kassenprüfer Karl Heinz Repscher, Sprecher Michael Drummer).

 

"Mit dem neuen Ortsvorstand haben wir eine Mannschaft, mit der wir die Interessen der Grünen Wählerinnen und Wähler im Berchtesgadener Land auf kommunaler Ebene mit Sachkenntnis vertreten können,“ freut sich Michael Drummer und dankte gleichzeitig Dr. Bartl Wimmer für sein intensives Engagement zum Thema Krankenhauspolitik. „Dr. Bartl Wimmer habe sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Arbeitsplätze erhalten und eine regionale medizinische Grundversorgung gesichert bleiben,“ unterstrich Drummer nochmals die Leistung. Einig sind sich die Grünen auch beim Thema Verwaltung.

 

„Während im Bereich Tourismus scheinbar strategielos die Gründung von GmbH’s gefordert wird, werden strukturelle Veränderungen im kommunalen Verwaltungsbereich verhindert“, beanstandet Drummer die Situation. „Nicht die Verwaltungen und kommunalen GmbH’s erwirtschaften die Steuergelder, sondern die Bürger in den Gemeinden. Und mit deren Geld müsse man verantwortlicher umgehen“, forderte der neue Vorsitzende Daniel Repscher.

 

„Es mangele nicht an Ideen und Konzepten, sondern an der Machbarkeit, bzw. Art und Weise, wie diese dann umgesetzt werden“, bemängelt Michael Sturm die Situation. In der Gründung einer neuen GmbH zur touristischen Vermarktung des Landkreises sieht die Vorstandschaft der Grünen derzeit keine Lösung und warnt erneut davor, den zweiten Schritt vor dem ersten Schritt zu machen. Für die bisher geplanten gemeinsamen Werbemaßnahmen sei eine GmbH nicht erforderlich. Zwischenzeitlich sollten die einzelnen regionalen Verbände (FVV Berchtesgadener Land, Bad Reichenhall und Rupertiwinkel) die vielen offenen Fragen, wie zum Beispiel die Themen Kurtaxe bzw. Gästekarte und Fremdenverkehrsbeiträge klären.

 

„Erst wenn die einzelnen Regionen „funktionieren“ und ihre Aufgaben gleichermaßen erfüllen können, mache es Sinn, über eine gemeinsame GmbH nachzudenken. Letztendlich sei der Erfolg von der Vision und der Unternehmensphilosophie abhängig und die müsse von allen Beteiligten gemeinsam getragen werden“, so Drummer weiter. „Es macht den Anschein, das Ganze sei noch sehr unstrukturiert und man wolle von den eigentlichen Problemen im Verband ablenken“ äußerte sich der Unternehmer und Kreispolitiker Dr. Bartl Wimmer skeptisch und kritisierte dabei die Vorgehensweise des Verbandsvorsitzenden Bürgermeister Stefan Kurz, dessen Interessen ihm noch unklar erscheinen.

 

„An diesem Beispiel werde wieder deutlich, wie wichtig es für den inneren Landkreis ist, erst auf kommunaler Verwaltungsebene zusammen zu wachsen, um sich dann als ein Teil einer Region präsentieren zu können,“ unterstreicht Karl Heinz Repscher die Forderung der Grünen im Ortsverband Berchtesgadener Tal.

Mit Besorgnis nahmen die Anwesenden die Berichte der Grünen Mandatsträger zur Kenntnis, die den desolaten Zustand in einigen Kommunen deutlich aufzeigten. Erfreut hingegen war man von den Ergebnissen, die Bischofwiesens dritter Bürgermeister Michael Widmann in Sachen Mobilfunk erzielte und den Entwicklungen in der Stanggaß, die auch für Berchtesgaden eine Erleichterung darstellen. Man drücke beiden Projekten die Daumen und wünsche den Betreibern viel Erfolg.

 

Nach so vielen dunklen Wolken sahen einige der Anwesenden am Ende der Versammlung bereits wieder erste Sonnenstrahlen über dem Tal: mit einem Haus der Berge in der Nähe der Alpine International School und einer großen Grünanlage im Ortszentrum von Berchtesgaden!

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