Erstellt von Wolfgang Hartmann mit Kaspar Müller | |   Freilassing

Radwegschnellverbindung zwischen Salzburg-City und Freilassing

Bei der Ortsversammlung der GRÜNEN-Bürgerliste, Ende April in Freilassing, wurde auch über den Individualverkehr diskutiert. Anlässlich der im Stadtrat vorgestellten Radweg-Schnellverbindung zwischen Salzburg-City und Freilassing, kam es zu einem Rückblick der entstandenen Planungen für eine neue Radwegbrücke über die Saalach an der Bahnlinie.

Die Alt-Stadträte Elisabeth Hagenauer und Ernst Wohlschlager erinnerten an die schon vor Jahren eingebrachte Radverbindung entlang des neu geplanten dritten Gleises nach Salzburg.

Dass es jetzt so dargestellt wird, als wäre der Wunsch nach einer zusätzlichen Radwegbrücke zu spät gekommen, ist nicht nachvollziehbar. Dass allerdings die Bahn ein schwieriger Verhandlungs- und Planungspartner ist, muss zur Kenntnis genommen werden.

Trotzdem wollen die Freilassinger Grünen und die Stadträte aus der Bürgerliste an der Möglichkeit einer Schnellverbindung für Radfahrer nach Salzburg festhalten. Und dafür braucht es auch laut aktuellen Planungsunterlagen von Salzburg eine zusätzliche Radwegbrücke, um schneller und bequemer per Rad direkt bis zur Salzach zu kommen. Eine Radwegschnellverbindung hat Anforderungen, die über die eines Ausflugsweges, wie jetzt neu in der Saalachau Richtung Mündung,  hinaus gehen. Ein solcher Radweg muss breiter, gerader, eben schneller, konfliktfreier, am besten abseits des motorisierten Verkehrs verlaufen. Er soll geeignet sein, PKW-Nutzer, die zunehmend fast täglich im Stau stehen, zum Umstieg auf das Rad zu bewegen um z. B. zur Arbeit oder zur Schule zu kommen.

Der Fraktionssprecher der Grünen-Bürgerliste im Freilassinger Stadtrat, Wolfgang Hartmann, forderte mehr Weitblick und Auseinandersetzung mit zukünftiger Verkehrsentwicklung.

„Die Zunahme des Individualverkehrs zwischen Salzburg und Freilassing in den letzten Jahren ist gewaltig. Alle klagen über Stau. Wir brauchen Alternativen!“ Die S-Bahn ist ein Erfolgsmodell und nicht mehr weg zu denken, aber der Bus steht auch im Stau. Stadträtin Rilling erinnerte an die diversen Ziele internationaler Klimapolitik zur C0²-Verminderung. In Deutschland ist das bisher schief gelaufen. Insbesondere im Verkehr nimmt der Verbrauch an fossilen Brennstoffen aktuell zu und somit steigt der CO² Ausstoß im Straßenverkehr noch an.

So sehen auch die Planer für Freilassing Handlungsbedarf bei der Verbesserung des Radwegenetzes innerhalb und außerhalb der Stadt. Natürlich reicht es nicht, einen neuen Radweg nur bis an die Stadt heranzuführen, sondern er muss in ein Radwegenetz münden. Konkret für Freilassing also eine Aufgabe für die Ludwig-Zeller-Str., Laufenerstraße und Reichehallerstraße. Wer glaubt, es sei am Besten man lässt einfach alles so wie bisher, irrt. Aufgabe von Politik, auch in der Kommune, sollte sein, rechtzeitig mit Weitblick die Zukunft zu gestalten.

Bei den Wegen in der Stadt brauchen wir mehr Platz für Rad- und Fußverkehr, da der laut ISEK 49% des zurückgelegten Verkehrs innerhalb der Stadt ausmacht. Der Platzbedarf für PKW`s ist eindeutig überbewertet und viel zu teuer.

Blick von Freilassing Richtung Salzburg, rechts die bestehende Eisenbahnbrücke: hier soll der Radschnellweg mit einer Brücke über die Saalach geführt werden.

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