|   Laufen

Mobilfunk - Volksbegehren

Die Bürgerinitiative „St. Koloman Gau gegen weitere Handymasten“ steht hinter dem Volksbegehren

Seit vier Jahren besteht nun schon die Laufener/ Fridolfinger Bürgerinitiative. Dass sich in dieser Zeit an der Brisanz des Mobilfunkthemas nichts geändert hat, sieht man an den vielen Unterstützern des Volksbegehrens. 700 Ärzte, 90 Bürgerinitiativen und 116 Bürgermeister sind am Volksbegehren beteiligt. Franz Eder und Herbert Fial unterstützen als Sprecher der Bürgerinitiative in Laufen und Kirchanschöring Agnes Thanbichler von der Aktionsgruppe BGL. Das Fridolfinger Gebiet wird von Paul Klinger und Josef Frech unterstützt.

Alle Sprecher fordern die Bürgerinnen und Bürger auf, ihr Recht in Anspruch zu nehmen und sich im Rathaus als Unterstützer des Bürgerbegehrens einzutragen. Es sei nicht nachzuvollziehen warum man für jeden Gartenzaun, für jede Gaube oder sonstige Veränderungen an seinem Haus einen Antrag stellen müsse, Mobilfunkmasten unter 10 Meter jedoch ohne Genehmigung aufgestellt werden können.

Es ist keineswegs so, wie es die beiden Abgeordneten MdL Alois Glück für die CSU und Dr. Bärbel Kofler für die SPD darstellen, dass das Volksbegehren reine Augenauswischerei ist. Hier wird von beiden nur wiedergegeben, was die Parteispitze vorgibt. Genau diese beiden Parteien blockierten in den letzten 6 Jahren drei Gesetzesentwürfe von Bündnis 90/Die Grünen mit den gleichen Zielen im Landtag.

Der Kreisverband von Bündnis 90 /Die Grünen kämpft seit Jahren vehement und auf allen Ebenen für einen gesundheitsverträglicheren Mobilfunk mit Anträgen in den Wahlprogrammen, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit. Leider verunmöglichen jedoch zur Zeit die politischen Mehrheiten die so dringend nötige Einführung eines Vorsorgewerts zum Schutz der Bürger.

Als reine Augenauswischerei sehen die Sprecher der Bürgerinitiative den „Mobilfunkpakt Bayern“, auf den die Mobilfunkbetreiber und CSU so gerne hinweisen. Dieser ist aus Sicht der Bürgerinitiative nur ein Instrumentarium, Mobilfunk an den Sorgen der Bürger vorbei flächendeckend zu installieren. Da in Bayern einige Tausend neue Standorte gesucht werden, kann es also jedem von uns passieren, dass in nächster Nachbarschaft demnächst ein Masten strahlen wird.

Übereinstimmend stellen die Sprecher der Initiative fest, dass Ihrer Meinung nach bereits genug Mobilfunkstandorte den Mobilfunk sichern. Auch die Sendeleistung sei bedeutend höher als nötig. Franz Eder betonte: „Es darf einfach nicht sein, dass der Krieg der Betreiber um Marktanteile durch ein völlig unnötiges Aufrüsten an Masten auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird“

Da es bereits viele sehr ernstzunehmende Hinweise auf Schädigungen durch den Mobilfunk gebe, fordern die Mitglieder der Bürgerinitiative St. Kolomann Gau einen Stopp des Ausbaus, intensive Forschungen nach Gesundheitsrisiken und die Einführung von Vorsorgewerten. “Erst muss wirklich gesichert sein, dass der Mobilfunk unschädlich ist. Vor dem technischen Fortschritt muss noch immer der Mensch stehen“, so Herbert Fial.
Die Bürgerinitiative bittet alle Bürgerinnen und Bürger sich im Sinne eines vorsorgenden Gesundheitsschutzes dem Volksbegehren anzuschließen und sich bis 18.07.05 im Rathaus als Unterstützer einzutragen.

Sie sprachen sich für eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit aus:

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