Erstellt von Wolfgang Fieweger | |   Kreisverband

Mobilität 4.0 - Verkehr jetzt neu denken

Landratskandidat Dr. Bartl Wimmer will künftig eine Kultur des Handelns schaffen und das Konzept des "Schubladisierens" eindampfen. „Mobilität 4.0“ bedeute für ihn, alle Verkehrsträger bestens zu vernetzen. Im Kreistag habe man gerade die Rahmenkonzeption für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschlossen, ein besonders wichtiger Baustein sei der barrierefreie Zugang zu den Gleisen in Freilassing und zwar von beiden Seiten der Stadt.

Die volle Lokschuppenempore lies vermuten, dass die Besucher nicht nur Interesse am Thema Mobilität hatten, sondern auch die Gelegenheit nutzen wollten, den Landratskandidaten der Grünen näher kennen zu lernen. Darunter einige Vertreter verschiedener Parteien sowie auch der unabhängige Freilassinger Bürgermeisterkandidat Markus Hiebl.

„Ja, ich will Landrat werden“, bestätigte der „Wimmer Bartl, wie er in Berchtesgaden genannt wird“, gleich  zu Anfang des Abends. Er sei Gründungsmitglied der bayerischen Grünen, seit 35 Jahren Gemeinderat und auch fast ebenso lange Mitglied im Kreistag und Sprecher der Umweltpartei. Als erfolgreicher Unternehmer hat er als Facharzt für Labormedizin aus einem kleinen Labor den weltweit agierenden Labordienstleiter Synlab mit 20.000 Mitarbeitern aufgebaut. Aus dem operativen Geschäft hat er sich zurückgezogen und und ist sich sicher, dass er mit dieser Vita die Vorraussetzungen für das Amt eines Landrates durchaus erfülle.

Bartl Wimmer will künftig eine Kultur des Handelns schaffen und das Konzept des "schubladierens" eindampfen. „Mobilität 4.0“ bedeute für ihn, alle Verkehrsträger bestens zu vernetzen. Im Kreistag habe man gerade die Rahmenkonzeption für die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschlossen, ein besonders wichtiger Baustein sei der barrierefreie Zugang zu den Gleisen in Freilassing, und zwar von beiden Seiten der Stadt. Freilassing benötige hierbei die volle Unterstützung der Politik und er werde sich im Falle seiner Wahl mit aller Kraft für eine rasche Lösung einsetzen. Mit der Realisierung des Ausbaus der ABS 38, der Bahnstrecke München - Mühldorf - Freilassing, seien zwingend weitere Haltestellen  einzurichten, wie z. B. in Freilassing Nord oder Surheim. Auch die Menschen im Landkreis müssten mit einem wesentlich verbesserten Nahverkehr von dieser umfangreichen und kostenträchtigen Baumassnahme profitieren.

Derzeit müsse sehr viel Mobilität mit dem Auto abgewickelt werden, da notwendige Alternativen systematisch verschlafen wurden. „Mobilität wird nicht von allen Nutzern her gedacht“,  so Wimmer, vielmehr denkt man aus der Autofahrer – Perspektive. Hätten wir mehr Radwege sowie die  entsprechend klare Beschilderung und einen attraktiven öffentlichen Personen Verkehr, würden Menschen und Straßen entlastet.

Besonders  wirbt Wimmer für mehr Zusammenarbeit der Gemeinden untereinander, aber auch über die Staatsgrenze nach Salzburg hinweg. Synergieeffekte  werden zu wenig genutzt, es werde noch weitgehend nach der Frage "was bringt es mir?" gehandelt. Bestes Beispiel seien die 200 Millionen Euro, die beidseits der Grenze in unmittelbarer Nähe für Bäder ausgegeben wurden. Als Folge unterbieten sich die Betreiber nun bei den Eintrittspreisen.  Er als Unternehmer wisse, dass man gemeinsam Probleme bewältigen und positiv weiterentwickeln kann. Hierzu brauche man keine Visionen, sondern solle sich besser „in alter Bergsteigermanier“ von Hügel zu Hügel fortbewegen. Vieles sei schon gedacht und befände sich anderorts längst in der Umsetzungsphase. Wir müssen nichts Neues erfinden und können stattdessen von positiven Beispielen aus Regionen wie Vorarlberg oder Bad Birnbach lernen.

 

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