Erstellt von Kaspar Müller | |   Freilassing

Grenzüberschreitende Mobilität - Europa wächst zusammen

Ab 1.01.2020 gilt das 365 Euro-Jahresticket des SSV (Salzburger Verkehrsverbund) auch in Freilassing.
Die Grünen/Bürgerliste gingen bei ihrem Treffen im November der Frage nach, welche Bedeutung diese positive Veränderung für die Freilassinger hat.
Das günstige Jahresticket für die Tarifzone Salzburg Stadt kommt vor allem Pendlern zu Gute. Mit der Gültigkeit des Tickets in der gesamten Kernzone, die alle Umlandgemeinden, wie z.B. Wals-Siezenheim Bergheim und Grödig umfasst wird der Kreis der Begünstigten noch größer. Für die Freilassinger ist es besonders positiv, dass auch Busfahrten in Freilassing im Preis eingeschlossen sind.

Insgesamt ist zu erwarten, dass sich der Verkehr rund um den Freilassinger Bahnhof deutlich steigern wird. Dies konnte auch schon bei der Einführung des dichteren S-Bahn Taktes 2017 beobachtet werden. (Damals wurde ein Anstieg von 25 % auf der Strecke zwischen Freilassing und Salzburg festgestellt). In seinem Eingangsstatement zur Diskussion zeigte sich Kaspar Müller überzeugt, dass sich die steigende Zahl an Pendlern zwischen Freilassing und Salzburg weiter steigern wird. Der eine oder andere Staugeplagte nach Alternativen zum PKW suchen. Wie wichtig nun in diesem Zusammenhang ein zukunftsweisender Ausbau des Bahnhofes Freilassing sei, das betonte Ferdinand von Tüllenburg, der selbst als Radfahrer und Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel und Pendler die Situation aus seinem eigenen Alltag kennt. Dazu gehört neben den Verbesserungen für Fußgänger (vor Allem kurze, barrierefreie Wege, Beleuchtung, etc.) auch überdachte Fahrradstellplätze oder abschließbare Fahrradboxen.
Ein barrierefreier Ausbau mit direktem Zugang in die Innenstadt müsse nun sofort verstärkt in die Planungen zur Innenstadtentwicklung aufgenommen werden betonte Steffi Riehl. Die Unterschriftenaktion im letzten Jahr habe gezeigt, wie wichtig den Bürgern aus Freilassing und der Region ein barrierefreier Zugang zu den Gleisen von der Innenstadt ist. Nicht nur Bahnkunden mit körperlichen Einschränkungen würden profitieren, sondern auch alle anderen Bahnkunden mit Gepäck, Fahrrad oder Kinderwagen.
Zusammen mit dem zu erwartenden starken Anstieg des Verkehrs sei es notwendig, auch in der   rush-hour einen funktionierenden Bahnhof zu gewährleisten. So forderte zum Schluss der Diskussion der Ortsvorsitzende und Architekt Kaspar Müller, der Bahnhof müsse sich im Hinblick auch auf künftige Entwicklungen wie weitere Bebauungen nördlich der Bahnlinie (z.B. Sonnenfeld, Bahnhofsareal Nord in der Innenstadt, etc.) großzügig nach Norden öffnen wo ¾ der Freilassinger wohnten und die Gewerbegebiete ebenfalls überwiegend lägen. Gleichzeitig wäre dies auch eine Maßnahme zur Förderung der Freilassinger Innenstadt, die so vom Gleis aus zu Fuß bequem und auf kurzem Weg erreichbar werde.

 

 

 

 

Bildunterschrift :. v.r.n.l.: Stefanie Riehl, Ortsvorsitzende Bürgerliste, Magdalena Wimmer, Kaspar Müller, Ortsvorsitzender Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Ferdinand von Tüllenburg, Stadträtin und Ortsvorsitzende Bündnis 90/DIE GRÜNEN Edeltraud Rilling, Lukas Maushammer und Maria Fleischer Lackner

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