Erstellt von Kaspar Müller | |   Freilassing

Grenzüberschreitende Mobilität - Europa soll zusammenwachsen!

Ein Einstieg in dieses Zukunftsthema wäre ein grenzüberschreitender gemeinsamer Verkehrsverbund mit einheitlichem Tarifsystem für Salzburg und das Berchtesgadener Land. Ein weiterer wichtiger Baustein für den öffentlichen Verkehr in der Kernzone des Salzburger Nahverkehrs sei ein S-Bahnbetrieb mit angemessenem, verdichteten Takt über Freilassing hinaus, so der freilassinger Ortsvorsitzende der Grünen/Bürgerliste Kaspar Müller. Mit Martina Berthold, Grüne Stadträtin der Nachbarstadt Salzburg ist er sich einig, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs auf beiden Seiten der Grenzen vorangetrieben werden muss.

Die Schiene sei die zentrale Achse einer klimafreundlicheren Mobilitätsstrategie. Die Politik müsse klimapolitisch zukunftsweisende Maßnahmen setzen wie die Senkung von Steuern im öffentlichen Verkehr oder die Einführung einer Kerosinsteuer. Dazu muss auch Geld in die Hand genommen werden. Denn nur mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung und direkten Aufträgen an die Betreiber des öffentlichen Verkehrs könne eine nachhaltige Verkehrswende eingeleitet werden.

Konkrete Ziele im grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr der Region könnten sein: ein durchgehender Viertelstundentakt zwischen Salzburg und Bad Reichenhall sowie schnellere, innovative Fahrzeuge wie den Alstom Coradia iLint, auf der Strecke von Salzburg nach Mühldorf um auch dort weitere Haltepunkte schaffen zu können.

Dieser Triebzug wird nicht durch Dieselmotoren angetrieben, sondern durch Elektromotoren, die Wasserstoff nutzen. Die Motoren erhalten dabei ihren Strom direkt an Bord aus Brennstoffzellen. Ein abgasfreier Antrieb, umweltfreundlich und leise wie eine Straßenbahn würde das O-Busnetz und die S-Bahnen der Weltkulturerbestadt Salzburg umweltfreundlich ergänzen.

„In unseren Städten braucht es eine neue Mobilitätskultur. Das heißt ganz konkret, dass wir mehr Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger und mehr Radwege schaffen müssen,“ sind sich Martina Berthold und Kaspar Müller einig, denn vor allem im Nahbereich sei das Fahrrad die umweltfreundlichste und gesündeste Alternative zum Auto. Beide stehen den boomenden Elektro-Zweirad-Varianten, wie E-Bikes, Scootern und E-Rollern vor allem deshalb positiv gegenüber, weil sie viele Menschen motivieren, auf ihr Auto zu verzichten. Im Gegensatz dazu nehmen AutofahrerInnen - oft einzeln hinter dem Steuer - um ein Vielfaches mehr Verkehrsraum in Anspruch als alle anderen VerkehrsteilnehmerInnen.

Auch der steigende Wohnraumbedarf in der Kernregion Salzburg/Freilassing drängt zum Umdenken. Ein "Weiter so" würde bedeuten: noch mehr Stau, mehr Abgase und somit auch die Gefahr von weiteren KfZ-Verkehrsbeschränkungen wie Fahrverbote oder Einfahrtsbeschränkungen für nicht voll besetzte Autos.

 „Wir müssen schnell im Sinne unserer Gesundheit und des Klimaschutzes handeln und entsprechende Maßnahmen vorantreiben wie die sofortige Umsetzung des Radschnellweges zwischen Salzburg und Freilassing, mit dem Straßen wie die Münchener Bundesstraße entlastet werden“, fasst der Freilassinger Grüne Müller zusammen.

Zukunft wird aus Mut gemacht, das belegt die engagierte Jugend mit den Freitagsdemonstrationen für einen wirksamen Klimaschutz sehr anschaulich.

Martina Berthold, Salzburger Stadträtin der Bürgerliste/Die Grünen und Kaspar Müller, Ortsvorsitzender Grüne/Bürgerliste Freilassing tauschten sich über die drängenden Verkehrsthemen in der Region Salzburg - Berchtesgadener Land aus.

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