Erstellt von Michael Drummer | |   Berchtesgadener Tal

Die Grünen fordern nachhaltigen Grundwasserschutz und wollen die Rechte der Bürger stärken.

Mit dem Thema der Liberalisierung, bzw. Privatisierung des Wassermarktes und den möglichen Folgen für die Region Berchtesgadener Tal beschäftigt sich derzeit der Ortsverband der Grünen.

Angesichts der ökonomischen Sachzwänge der Kommunen, die sich in den nächsten Jahren noch drastischer entwickeln werden, will der Ortsverband der Grünen vorbeugen und die Wasserversorgung durch die öffentliche Hand sicherstellen.

 

Auch wenn sich das “Geschäft mit dem Grundnahrungsmittel Wasser" noch nicht so entwickelt hat, wie es Kritiker angemahnt haben, so bleibt doch die Befürchtung offen, dass die eine oder andere Gemeinde, wie das bereits in anderen Regionen der Fall war, in der Privatisierung der Wasser Ver- und Entsorgung einen finanziellen Rettungsanker sehen.

 

Kommen doch in den einzelnen Gemeinden in den nächsten Jahren immer wieder, durch notwendige Investitionen, Belastungen auf den Haushalt zu. Besonders bedenklich finden die Grünen, dass die Gemeinden im inneren Landkreis bis heute nicht nur in diesem Bereich zu keiner sinnvollen Zusammenarbeit bereit sind und sogar klare Gemeinderatsbeschlüsse durch den Bürgermeister und die Verwaltung blockiert werden, wie in jüngster Vergangenheit das Beispiel Berchtesgaden und Bischofswiesen zum Thema „Kanal“ drastisch verdeutlichte.

 

Dass das Geschäft mit dem Wasser ein lohnendes ist, wird deutlich, wenn man die intensiven Bemühungen einzelner Energieversorger genauer beobachtet. Allerdings bleibt dabei die Qualität auf der Strecke und letztendlich hat der einzelne Bürger die stets höheren Kosten zu tragen. Denn das muss jedem klar sein, dass es den Unternehmen bei der Privatisierung ausschließlich um eine Gewinnoptimierung geht und nicht um die soziale Verantwortung an dem Lebensmittel Wasser.

Auch wenn derzeit weder E.on noch RWE oder ein anderer Konzern an unseren Quellen Interesse haben, bleibt das Risiko bestehen, dass sich einzelne Bürgermeister und Gemeinderäte durch ein scheinbar lukratives Angebot eines namhaften Konzerns so geschmeichelt fühlen, dass sie deren Offerte freundlich nickend zustimmen würden, dessen ist sich die Vorstandschaft der Grünen sicher.

 

Unabhängig von dem Thema der Privatisierung des Wassermarktes sind sich die Grünen im Berchtesgadener Tal sicher, dass es unabdingbar für die Gemeinden ist, sich über die Möglichkeiten der Kostenreduzierung im Bereich der Verwaltung und wichtiger Investitionen, um einen zeitgemäßen technischen Standart aufrecht zu halten, an der Zeit ist, über den kommunalen Verwaltungshorizont hinaus zu blicken und nach wirtschaftlicheren und sinnvollen Möglichkeiten der öffentlichen Wasser und Abwasserversorgung zu suchen. Denn es wird immer deutlicher, dass die Bürger nicht mehr lange bereit sein werden, den kommunalen Lobbyismus der einzelnen Gemeindeverwaltungen zu finanzieren, davon ist man bei den Grünen im Ortsverband überzeugt und will die Forderungen der Bürger nach längst überfälligen Reformen in den Kommunen weiter vorantreiben.

Auf dem Bild: v.l. Stellv. Werksleiter Franz Röckenwagner, Michael Drummer, Bürgermeister Sepp Daxenberger, Michael Widmann, Daniel und Karl-Heinz Repscher, Klärmeister Hans Singhammer.

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