Politik mit Weitsicht und Standfestigkeit

Während unsere politischen Mitbewerber in diesem Jahr eifrig ihre Programme ergänzten und erklärten, sie würden sich jetzt auch stärker um das Thema Klimaschutz kümmern, haben wir Grünen hier keinen Nachholbedarf: Seit mehr als 20 Jahren weisen wir auf die möglichen Folgen des Klimawandels hin.

Und wir stellen Konzepte und Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgase vor. Während zum Teil recht prominente Kommunalpolitiker aus unserem Landkreis noch bis in jüngster Vergangenheit den Klimawandel mehr oder weniger als eine Erfindung von Umweltschützern und Grünen hinstellten, haben wir unablässig und auch zu Zeiten, als das Thema noch keine „Konjunktur“ hatte, Kurs gehalten. Viele Vorschläge von uns sind inzwischen aufgegriffen worden.

Der Kreistag hat auf unseren Vorschlag hin für den Landkreis Berchtesgadener Land das Ziel gesetzt, die Energieerzeugung bis zum Jahr 2030 komplett auf Erneuerbare Energien umzustellen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss aber noch deutlich mehr als bisher getan werden. Zugleich ist klar, dass sich der Klimawandel inzwischen nicht mehr ganz aufhalten lässt. Die dringend notwendige Energiewende hat inzwischen nur mehr Auswirkungen auf das Ausmaß des Klimawandels. Deshalb muss neben der weiteren beharrlichen Reduzierung der Treibhausgase ein weiterer Schwerpunkt auf die Erarbeitung von Anpassungsstrategien gelegt werden, um in den einzelnen Bereichen schon heute die Weichen für Morgen richtig stellen zu können. In unserem Programm wollen wir auf beide Herausforderungen die notwendigen Antworten geben.

Denn eines bleibt klar: Auch wenn es schön ist, wenn Al Gore und der Weltklimarat den Friedensnobelpreis bekommen haben: Handeln müssen wir zu aller erst vor Ort. Nach dem alten, aber immer noch gültigen grünen Motto: Global denken, lokal Handeln.