Grüne wollen Premium-Tourismus
im Berchtesgadener Land

Zweifelsfrei ist der Tourismus der bedeutendste Wirtschaftsfaktor im Berchtesgadener Land, das steht außer Frage. Umso alarmierender ist es, dass seit Jahren die Übernachtungszahlen kontinuierlich rückläufig sind. Mit Grund dafür ist die völlig mangelhafte Tourismuspolitik. Klare Zuständigkeiten für Entwicklung und Umsetzung fehlen. Der Einfluss der Kommunalpolitiker und die damit verbundenen Interessen sind ein massiver Hemmschuh für die Tourismusentwicklung im Berchtesgadener Land. In Auftrag gegebene Konzepte, werden nur teilweise realisiert oder verschwinden gleich in der Schublade, wenn sie Wege aufzeigen, die nicht im Interesse der politischen Auftraggeber sind. Ein unzureichendes qualitatives Wachstum der Betriebe verhindert eine zeitgemäße Profilierung des Angebots. Potenziale die in unserer Natur und Landschaft stecken werden genauso wenig genutzt wie ein modernes Verkehrs- und Wegemanagement. Der Klimawandel wird komplett totgeschwiegen und ein Krisenszenario vernachlässigt. Die Vernetzung und Vermarktung regionaler Initiativen und Produkte ist unzureichend und zu wenig abgestimmt. Mit der Gründung der BGLT wurde eine Institution geschaffen, die nicht nur Kosten verursacht, sondern auch zu weiterem Kompetenz-Wirrwarr beiträgt. Die ursprünglichen Gedanken, die Verwaltung zu straffen und die Effizienz zu steigern, sind bisher komplett gescheitert.

Die Grünen sagen ja …

  • zu Qualität vor Quantität unter Berücksichtigung der gewachsenen regionalen Stärken (statt eines Marketingeinheitsbreis und Crossmarketing mit Billiganbietern) 
  • zu mehr Ökologie. Nationalpark und Biosphärenreservat bieten hierfür hervorragende Alleinstellungsmerkmale und Fördermöglichkeiten für die Region.
  • zu einem überregionalen touristischen Handeln im Interesse der Gäste, unabhängig von politischen, bzw. kommunalen Grenzen.
  • zur Schaffung eines nachhaltigen touristischen Wertebewusstseins, das neben Umweltorientierung auch eine stabile wirtschaftliche Entwicklung sichert.
  • zur Motivation der Leistungsträger durch Integration und Handlungsspielraum innerhalb der Tourismus-Gremien.
  • zu mehr Emotion und Liebe zum Detail (Gastfreundschaft nicht nur von Gastgebern und Händlern, sondern auch von Kommunalpolitikern).
  • zu einer sinnvollen Organisationsstruktur und Kompetenzen, die bis in die örtlichen Tourist-Informationen wirken. Voraussetzung dafür muss ein klares Konzept mit einer transparenten Strategie sein, die kurz-, mittel- und langfristig die touristische Entwicklung und eine klare Ausrichtung aufzeigen, basierend auf einem professionellen Marketingkonzept. D.h., auch die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen muss berechnet werden (Kosten-Nutzen).