(Kopie 1)
Franz Eder Laufen, 8.06.2010
Kreisvorsitzender B.90/Die Grünen Berchtesgadener Land
Ludwig-Thoma-Str.19
83410 Laufen
Herrn Bundesminister
Dr. Peter Ramsauer
Mühlenstr. 3
83374 Traunwalchen
Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke
Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Peter Ramsauer!
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke.
Die Erneuerbaren Energien bieten riesige Chancen für eine nachhaltige, sinnvolle wirtschaftliche Entwicklung und machen den Atomstrom mehr und mehr überflüssig. Deshalb verstehe ich nicht, warum die Bundsregierung auf den Weiterbetrieb einer überflüssigen, gefährlichen Technik setzt, der jede Zukunftsperspektive fehlt.
Aus den alternden deutschen Atommeilern werden regelmäßig Risse, Lecke und das Versagen von Sicherheitseinrichtungen gemeldet. Die Entsorgung des Atommülls ist in keinster Weise geregelt. Das Sicherheitsrisiko ist enorm. Je länger Atomkraftwerke laufen und je mehr Atommüll produziert wird, desto mehr werden künftige Generationen im Atommüllberg und im Schuldenberg einer nicht bezahlbaren Entsorgung versinken.
Der Betrieb der Atomkraftwerke nützt nur den Gewinnen der großen Energiekonzerne und einigen wenigen weiteren Profiteuren.
Auch die Brennelementesteuer wird vermutlich nur zu steigenden Strompreisen führen, die Gewinne der Konzerne nicht schmälern und die Bevölkerung und den Staat nicht entlasten.
Demgegenüber stellen Solaranlagen auf den Dächern unserer Bürgerinnen und Bürger sowie Windenergieanlagen eine nachhaltige, ökonomisch sinnvolle Alternative dar. Diese Kraftwerke in den Händen unserer Bürgerinnen und Bürger lassen die Gewinne in deren Händen, schaffen Arbeitsplätze vor Ort und sichern die Existenz der Handwerksbetriebe in der Region.
Lassen Sie nicht zu, dass durch Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien Steine in den Weg gelegt werden.
Unterstützen Sie einen nachhaltigen, boomenden Wirtschaftszweig durch Ihr Nein zur Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke.
Mit freundlichen Grüßen
Franz Eder

