Natur – Last oder Reichtum?

Im Jahr 1992 wurde von der Europäischen Kommission die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie beschlossen. Bekannt unter dem Kürzel FFH-Richtlinie soll sie das Aussterben von Tieren und Pflanzen durch ein Netz von Schutzgebieten stoppen.

Dazu mussten die EU- Mitgliedstaaten (in Deutschland die Bundesländer) nach fachlichen Kriterien geeignete Gebiete benennen. Bayern kam dieser Forderung im Jahr 2000 nach. Fachbehörden hielten die Ausweisung von etwa » Prozent der Landesfläche für erforderlich.

Um niemanden vor den Kopf zu stoßen, wurde in Bayern ein Beteiligungsverfahren durchgeführt, bei dem nicht fachliche Gründe für die Meldung eines Gebietes ausschlaggebend waren, sondern in der Regel private Interessen und der störungsfreie Ablauf öffentlicher Projekte. Heraus kam eine Liste, die für die FFH-Schutzgebiete nur mehr 6,7 Prozent der Landesfläche beinhaltet und damit deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 13,7 Prozent liegt. Naturschutz soll nur da stattfinden, wo er nicht stört.

Wir setzen uns ein für:

  • die korrekte Anwendung der europäischen Naturschutzrichtlinien,
  • die Nachmeldung wichtiger Gebiete, wie z. B. Rotwand und Estergebirge,
  • die Berücksichtigung der Naturschutzrichtlinien bei Straßenbauprojekten,
  • die sofortige Erstellung von Managementplänen zur Sicherung der Naturausstattung der FFH-Gebiete.