18.08.2013, 15:38 Uhr

Mit Undine Kurth (MdB) zu Besuch im Tierheim

Mitglieder des Bundestages sind oft unter sogenannten „Hohen Tieren“ aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu finden. In einem echten Tierheim dürften die meisten von ihnen eher selten anzutreffen sein. Gerade da aber waren sowohl MdB, Undine Kurth, als auch MdL Anne Franke von Bündnis 90 / Die Grünen, zusammen mit dem Bundestagskandidaten der Grünen für das BGL, Dr. Bernhard Zimmer neulich in Freilassing. Sie statteten dem Tierheim nahe der Grenze einen Besuch ab, um zu sehen wie dieses über die Probleme des Hochwassers hinweggekommen ist und sich generell über das Wohlergehen von Tieren zu informieren, die oft aus sehr misslichen Lebenslagen in das Heim kommen und für die es ein Zufluchtsort der letzten Instanz ist.

Den Grünen liegen Tierschutz und eine artgerechte Tierhaltung sehr am Herzen. Es liegt vor allem an uns Menschen die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, damit auch jene Lebewesen, die uns als Begleiter aber auch Nutztiere anvertraut sind ein annehmbares und für sie ordentliches Leben haben. 

Oft wird zu wenig getan, um selbst einen Mindeststandard für ein solches Dasein zu gewährleisten.  „Für alle möglichen, manchmal unsinnigen, Projekte werden Unsummen an Geld bereitgestellt, aber Tierschutzmaßnahmen scheitern oft an einer Hürde von wenigen tausend Euro“, meinte Dr. Zimmer und bezog sich auf die Diskussion um die Finanzierung des Tierheimes in Bad Reichenhall im Gemeinderat von Piding. Abhilfe auf lokaler Ebene, und das nicht nur im Bereich des Tierschutzes, könne geschaffen werden, indem sich Bürger einbringen und zu Gemeinde- oder Stadtratssitzungen gingen, denn „wenn Politiker den Atem der Wähler im Nacken spüren, verhalten sie sich meist anders, als wenn sie nur unter sich sind“, meinte Dr. Zimmer.

MdB Kurth und MdL Franke appellierten an Halter von Haustieren sich ordentlich um ihre Tiere zu kümmern und auch die Kastration der Tiere (z.B. Katzen) in Erwägung zu ziehen, denn zu oft werde ungewollter Nachwuchs der ansonsten so geliebten Katze, oder des Hundes, in ein Tierheim gebracht, oder sogar einfach ausgesetzt.  Kurth und Franke meinten es sollte feste Regelungen in dieser Hinsicht sowie zur Identifizierung, durch Marken, Chips oder Tätowierung der Tiere geben. 

Wie immer erwähnten die Grünen auch hier die Missstände in der Massentierhaltung, die ohnehin untersagt werden sollte.  Neben der damit offensichtlich verbundenen Tierquälerei, durch zu wenig Platz und fürchterliche Lebensbedingungen sei die Gefahr der schnellen Ausbreitung von Seuchen in der Massentierhaltung sehr hoch.  Zudem sei der in der Massentierhaltung übliche Einsatz von prophylaktisch verabreichter Antibiotika sowohl für die Tiere als auch Mensch und Natur extrem schädlich, sagten die Grünen. 

Anne Franke beklagte, dass die Grünen im Landtag einen Tierschutzgesetzvorschlag eingebracht hätten, der aber „Sang und Klanglos“ in einer Sitzung spät abends, als keine Presse mehr im Hause war, von der Schwarz-Gelben Mehrheit abgelehnt worden ist.

Am Tierheim selbst fanden die Grünen allerdings nichts auszusetzen, sondern hatten nur Lob parat für Leiterin Lilli Helminger und den Verein der hinter dem Tierheim steht.  Die zur Zeit kommissarische Vorsitzende, Gudrun Falkenberg und die wohl nach der bevorstehenden Wahl neue Vorsitzende des Vereins, Angela Helminger waren ebenfalls anwesend und zeigten sich sehr erfreut über das Lob der Grünen.  Leiterin Helminger attestierte auch ein sehr gutes Verhältnis zu Bürgermeister Josef Flatscher und den meisten der Stadträte.

Von: Bernhard Zimmer - Alois Albrecht

Die Grüne MdB Undine Kurth, MdL Anne Franke und Bundestagskandidat Dr. Bernhard Zimmer besuchten, zusammen mit der Sprecherin der Freilassinger Grünen, Marie-Luise Thierauf das Tierheim in Freilassing um über Grüne Tierschutzanliegen zu reden. (Foto: A. Albrecht)

Kategorie: Kreisverband, Bernhard Zimmer