26.02.2016, 18:09 Uhr

Glyphosat im Bier

Das Reinheitsgebot beginnt auf dem Acker! Viele Gründe sprechen für ein europäisches Verbot von Glyphosat.

Das Münchner Umweltinstitut hat die 14 meistgetrunkenen Biere der beliebtesten Biermarken Deutschlands von einem Labor auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat testen lassen.

Das Ergebnis:

Glyphosat, das am häufigsten eingesetzte Ackergift in Deutschland, wurde in allen getesteten Bieren nachgewiesen.

Die gefundenen Werte lagen zwischen 0,46 Mikrogramm pro Liter (µg/l) und 29,74 µg/l, im Extremfall also fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 µg/l.

(Quelle: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/umweltinstitut-findet-glyphosat-in-deutschem-bier.html)

Auf 500 Jahre Reinheitsgebot blicken die Bayerischen Brauereien in diesem Jahr zurück. Doch wie rein ist unser Bier wirklich noch?

Es wird Zeit, dass wir hier viel weiter denken:

"Das Reinheitsgebot beginnt schon am Acker“, erklärte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl. 

In Zeiten von Gentechnik und Pestiziden auf den Feldern stellen sich folgende:

  • Ist unser bayerisches Bier wirklich so rein?
  • Wäre es nicht an der Zeit für ein neues, zeitgemäßes Reinheitsgebot?

Die zunehmende Pestizidbelastung unserer Agrarprodukte schägt über das Braumalz am Ende auch auf das Bier durch. Die CSU-Staatsregierung muss endlich handeln, denn Glyphosat hat auf unseren Äckern nichts verloren; der Einsatz dieses Gifts muss aus vielerlei Gründen endlich verboten werden.

Von: Bernhard Zimmer

Kategorie: Kreisverband