18.06.2016, 06:11 Uhr

Klimawandel spürbar - Beschleunigung der Energiewende nötig

Für Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land ist sonnenklar, dass es einen Zusammenhang zwischen den aktuellen schweren Unwettern und den daraus folgenden Hochwasserkatastrophen und dem Klimawandel gibt.

Für Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land ist sonnenklar, dass es einen Zusammenhang zwischen den aktuellen schweren Unwettern und den daraus folgenden Hochwasserkatastrophen und dem Klimawandel gibt. Wie das Kreisvorstandsmitglied Elisabeth Hagenauer auf der letzten Kreisvorstandssitzung ausführte, gebe es in den letzten Jahren eine dramatische Zunahme schwerer Unwetter. Nahezu im Jahresrhythmus ereigneten sich in Folge dieser Unwetter sogenannte Jahrhunderthochwasserereignisse wie zuletzt jenes in Simbach. Viele Fachleute hätten seit Jahren vor diesen Ereignissen als Folge des Klimawandels gewarnt. Nicht zuletzt Wissenschaftler aus der Versicherungswirtschaft.

Als Bündnis 90/Die Grünen Anfang der 90er Jahre vor dieser Entwicklung gewarnt hätten, seien sie von der Öffentlichkeit nicht Ernst genommen worden. Für Hagenauer ist es unverständlich, dass es auch heute noch politische Gruppierungen wie die AfD gebe, die den Klimawandel leugneten.

Verantwortliche Politik müsse aber Probleme analysieren, daraus die richtigen Schlüsse ziehen und diese dann auch umsetzen. An der Umsetzung der richtigen Schlüsse hapert es nach Ansicht der stellvertretenden Landrätin aber immer noch. Mit der aktuell von der Bundesregierung vorgelegten Ökostromreform trete man in Sachen Energiewende auf die Bremse. Angesichts der Hochwasserkatastrophen wäre dagegen eine Beschleunigung der Energiewende die richtige Antwort. Gerade Bayern habe in Sachen Energiewende inzwischen großen Nachholbedarf im Vergleich zu anderen Bundesländern. Der Ausbau der Windenergie sei durch die Haltung der Bayerischen Staatsregierung und der CSU-Landtagsfraktion praktisch zum Erliegen gekommen. Neben dem Thema Energiewende befasste der Grünen-Kreisvorstand auch mit der aktuellen Situation der Milchbauern. Grünen-Kreisvorsitzender Dr. Bernhard Zimmer beklagte, dass der zuständige Bundesminister Christian Schmidt von der CSU offenbar immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt habe. Der Milchpreisverfall sei eine akute Bedrohung für die Existenz vieler tausender Milchbauern vor allem in Bayern. Die bislang von Schmidt vorgelegten Konzepte würden die dramatische Situation keineswegs entschärfen. Er frage sich, weshalb der Bundeslandwirtschaftsminister sich bis dato so vehement weigere, die Vorschläge des Bund Deutscher Milchviehhalter (BDM) zur einer Mengen bezogenen Preissteuerung umzusetzen. Bereits im letzten Jahr habe sich die Agrarministerkonferenz auf Vorschlag der Grünen-Landwirtschaftsminister dieses Konzept zu eigen gemacht. Wenn es nicht bald gelinge, den dramatischen Preisverfall bei der Milch wieder wettzumachen, wären viele bäuerliche Existenzen auch im Berchtesgadener Land bedroht. „Ein Sterben der Milchbauern im Berchtesgadener Land wird mit einer dramatischen Veränderung unseres Landschaftsbildes einhergehen“, ist sich Dr. Zimmer sicher.

Von: edwin.hertlein

Windkraft im Berchtesgadener Land - CSU Politik verhindert jegliches mögliche Projekt.

Kategorie: Kreisverband