25.09.2015, 06:15 Uhr

Grüne loben Hilfbereitschaft

Grüne loben Hilfbereitschaft der Bevölkerung bei Bewältigung des Flüchtlingsansturms

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen lobt die aktuelle Hilfsbereitschaft der Bevölkerung bei der Aufnahme von Flüchtlingen im Landkreis.

Grünen-Kreisvorstandssprecherin Gisela Bechmann zeigte sich anlässlich einer Vorstandssitzung „überwältigt“ vom kurzfristigen Engagement vieler Menschen bei der Unterbringung und Verpflegung zahlreicher Flüchtlinge in Freilassing.

Auch die vielen freiwilligen Helfer der Rettungs- und Hilfsdienste leisteten ebenso wie die Mitarbeiter von Ämtern und Behörden hervorragende Arbeit. Sicher sei es so, dass Deutschland nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen könne. Als eines der reichsten Länder der Erde könne Deutschland aber sicher mehr leisten als viele andere Länder auf dieser Welt.

Tatsache sei, dass die allermeisten Flüchtlinge weltweit gar nicht nach Europa oder Deutschland kämen. Laut dem Flüchtlingshilfwerk der UN wären zur Zeit weltweit mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr als 80 Prozent dieser Menschen verblieben in ihrer Herkunftsregion oder in den unmittelbaren Nachbarstaaten. So nehme etwa Jordanien bezogen auf seine Bevölkerungszahl ein vielfaches an Flüchtlingen auf als Deutschland. Bechmann räumte ein, dass die Integration der Flüchtlinge, die letztlich in Deutschland bleiben könne, eine „gewaltige“ Aufgabe für Staat und Gesellschaft sei. Sie sei aber davon überzeugt, dass die Integration dieser Menschen auch für die deutsche Gesellschaft auf Dauer ein Gewinn sein könne.

Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sorgten die fast sieben Millionen ausländische Mitbürger ohne deutschen Pass im Jahr 2012 für einen Überschuss in Höhe von 22 Milliarden Euro. Jeder Ausländer zahle also pro Jahr durchschnittlich 3.300 Euro mehr an Steuern und Sozialabgaben, als er staatliche Leistungen erhalte.

Vorstandsmitglied Jakob Palm wies darauf hin, dass ein großer Teil der freiwilligen Helfer junge Menschen seien. Es zeige sich, dass „die Jugend“ zwar immer weniger zur Mitarbeit in Parteien oder Großorganisationen wie Gewerkschaften und Kirchen bereit sei. Dafür wären junge Menschen oft spontan bereit, sich kurzfristig für soziale Belange einzusetzen.

Von: Edwin Hertlein

Kategorie: Kreisverband