07.05.2012, 13:18 Uhr

MdL Ludwig Hartmann beeindruckt: Energiewende in Teisendorf auf gutem Weg

Beeindruckt zeigte sich der Grünen-Landtags­abge­ordnete Ludwig Hartmann anlässlich eines Informations­besuches zum Thema Energiewende in Teisendorf. Nahezu in allen Bereichen seien in der Marktgemeinde die Weichen schon in die richtige Richtung gestellt worden.

Vor allem sei das Engagement der Bürgerinnen und Bürger vorbildlich, meinte das Mitglied der Kommission zur parlamentarischen Begleitung der Energiewende in Bayern mit Blick auf die zahlreichen von Gemeindebürgern getragenen Projekte. Bei der Besichtigung der Wärmeversorgung in Wimmern hob Hartmann hervor, dass solche Projekte neben den ökologischen und ökonomischen Aspekten auch dem Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft dienten. Bemerkenswert sei die enorm hohe installierte Leistung bei der Stromerzeugung aus Fotovoltaik. Mit rund 7,5 Megawatt Leistung deckt die Marktgemeinde vermutlich bereits ein Viertel oder ein Fünftel ihres Strombedarfes aus Fotovoltaik. In diesem Zusammenhang wies Hartmann auf das positive Wirken der beiden Teisendorfer Bürgersonnenkraftwerke hin. Diese machten seit vielen Jahren positive „Reklame“ für die Stromerzeugung aus Fotovoltaik. Beispielhaft sei auch das Engagement der Brauerei Wieninger. Bis zum Jahr 2012 will die Brauerei ihre CO²-Emissionen mehr als halbiert haben. Dieses Beispiel zeige, dass auch die Wirtschaft viel zur Energiewende beigetragen werden könne. Aber auch den positiven Beitrag der Gemeinde zur Energiewende ließ das Landsberger Abgeordnete nicht unerwähnt. Mit ihren zwei Hackschnitzelheizwerken leiste diese einen wichtigen Beitrag. Tadel gab es allerdings für den Verzicht auf eine energetische Sanierung bei den Umbaumaßnahmen an der Grund- und Hauptschule. Hier hätte sich die Gemeinde ruhig ein Beispiel an der Wohnbaugenossenschaft Salzachtal e.G. nehmen können, die bei ihren Gebäuden in der Marktgemeinde schon einiges in dieser Richtung umgesetzt habe. Marktgemeinderat Edwin Hertlein, der die Besichtungstour durch die Marktgemeinde organisierte, erläuterte dem Grünen-Energiefachmann, dass zwar schon einiges in der Marktgemeinde erreicht worden wäre, es aber noch „Luft nach oben gebe“. So liege die Marktgemeinde zwar bei der Solarstromerzeugung im Landkreis Berchtesgadener Land einsam an der Spitze. Im Landkreis Traunstein würde Teisendorf aber nur auf einem Mittelplatz landen. Handlungsbedarf gebe es seiner Ansicht nach vor allem beim Thema Windenergie. Hier hinkten Freistaat, Landkreis und Marktgemeinde noch erheblich hinterher. Hartmann erwiderte, dass seiner Meinung Staatsregierung und Bundesregierung noch erheblich Defizite bei der Umsetzung der Energiewende hätten. Die aktuelle Kürzung der Solarförderung lasse Zweifel daran aufkommen, ob die Energiewende auch wirklich gewollt sei.

Von: eh

Grünen-Landtagsabgeordneter Ludwig Hartmann (zweiter von links) bei der Besichtigung des Hackschnitzelbunkers der Wärmeversorgung Wimmern GbR. Ebenfalls mit auf dem Bild: Wolfgang Uxa, Geschäftsführer des zweiten Teisendorfer Bürgersonnenkraftwerkes, Marktgemeinderat Matthias Spiegelsperger, einer der Gesellschafter der Wärmeversorgung Wimmern, und Marktgemeinderat Edwin Hertlein (von links).

Kategorie: Energie, Teisendorf, Nachhaltigkeit