10.03.2014, 09:54 Uhr

Gemeinsam die Zukunft der Region gestalten

Die Region Salzburg-Berchtesgadener Land ist nicht nur ein Wirtschaftsraum sondern eine Region, wo die Vision, das Europa der Regionen sichtbar werden kann. Die Grünen wollen die Zukunft dieser Region gemeinsam gestalten. Die Diskussion um den Flughafen zeigt, wie schnell Worte spalten können, da wollen die Grünen ein Zeichen setzen.

Endspurt und Daumen drücken auf beiden Seiten der Grenze. Nur eine Woche liegen zwischen den Gemeindewahlen im Land Salzburg und den Kommunalwahlen in Bayern.

Symbolisch an der Grenze auf dem Dürnberg trafen sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Dr. Astrid Rössler und die Spitzenkandidaten der Berchtesgadener Grünen für den Kreistag, um sich über gemeinsame Ziele und Projekte auszutauschen. Gemeinsame Themen gibt es viele, das am heftigsten in der Öffentlichkeit diskutierte: der Flughafen Salzburg und seine negativen Wirkungen auf die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner.

„Wir Grünen wollen ein deutliches Zeichen setzen und uns von der verbalen Härte der öffentlichen Auseinandersetzung um den Flughafen klar distanzieren“ bemerkte Dr. Bartl Wimmer einführend und ergänzte, dass bei allen inhaltlichen Kontroversen zwischen Freunden immer die Lösung des Problems und nicht die verbale Aufrüstung und Polarisierung im Vordergrund stehen muss.

„Die Anrainer bzw. die betroffenen, vom Lärm geplagten Bürgerinnen und Bürger müssen viel stärker und vor allem glaubwürdig in den Entwicklungsprozess eingebunden werden“ forderte Rössler und bekam Unterstützung von Elisabeth Hagenauer, Stadträtin in Freilassing.

Einig sind sich die Grünen, dass rasch geeignete Maßnahmen ergriffen werden sollten, um die Spitzenbelastungen zu senken und die Nacht- und Tagesrandzeiten im wahrsten Sinn des Wortes zu beruhigen. Die Lösungs der auf beiden Seiten vorhandenen Verkehrsprobleme bedarf einer deutlichen Intensivierung der Zusammenarbeit, hier ist nach Ansicht der Grünen viel zu tun, hier wurden die letzten vier Jahre von den Verantwortlichen viele Chancen verpasst. Der seit Jahrzehnten nur schleppend vorankommende Ausbau der Bahnstrecke „München-Mühldorf-Freilassing“, das dritte Gleis nach Salzburg oder die gemeinsame Planung und Arbeit am Regional-Stadtbahn-Konzept: allesamt Verkehrsprojekte die den grenzüberschreitenden Verkehr auf der Straße endlich vermindern würden.

Die Chancen der Energiewende wollen die Grünen beiderseits der Grenzen aktiv voranbringen, allerdings immer verbunden mit Nachhaltigkeitskriterien und unter klaren ökologischen Gesichtspunkten. „Wir brauchen einen intensiven Austausch von Informationen“ forderte der Kreisvorsitzende Dr. Bernhard Zimmer, der unter anderem geklärt haben möchte, was die Übernahme der Wassernutzungsrechte an der Salzach durch den Verbund (im April 2013) für die im Klimaschutzkonzept des Berchtesgadener Land definierten Ziele bedeutet.

Die Grünen wollen die Wahlen zum Europaparlament am 25. Mai 2014 nutzen, um mit gemeinsamen Veranstaltungen deutlich zu machen wie wichtig „mehr Europa“ gerade für unsere Wirtschaftsregion ist und wie wichtig der regelmäßige Austausch ist. Gemeinsam die Region entwickeln heißt auch Themen wie Forschung und Entwicklung, Bildung oder die unterschiedlich organisierte Gesundheitsversorgung offen zu diskutieren, um das Beste für die Region zu erreichen.  

Von: Bernhard Zimmer

v.l.: Dr. Bartl Wimmer, Dr Astrid Rössler, Elisabeth Hagenauer, Sabine Wimmer, Michael Sturm, Dr. Bernhard Zimmer

Kategorie: Bartl Wimmer, Kreisverband, Bernhard Zimmer, Berchtesgadener Tal