11.03.2010, 11:53 Uhr

Daxenberger fordert Amflora Anbauverbot

Scharfe Kritik an Umweltminister Markus Söder. Sepp Daxenberger, der Fraktionsvorsitzende der Bayerischen Grünen, fordert die Bayerische Staatsregierung in dieser Woche in einem Dringlichkeitsantrag dazu auf, sich im Bundesrat und bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora der BASF in Deutschland zu verhindern. Daxenberger beruft sich dabei vor allem auf die erwiesene Gefahr für Gesundheit und Umwelt, die von dieser Antibiotika resistenten Sorte ausgehe.

Sepp Daxenberger kritisiert nun insbesondere den bayerischen Umweltminister Markus Söder: "Seine Versprechungen, Gentechnik Forschung zukünftig nur noch unter Glas zu betreiben, konnte er angesichts der zahlreichen Freiflächenversuche, die es in Bayern gab, schon nicht halten. Mit dem Versuchsanbau der Amflora in Donauries, der übrigens ebenfalls unter freiem Himmel betrieben wurde, hat die Staatsregierung sehenden Auges nun auch noch schwerwiegend dazu beigetragen, dass es überhaupt zu der EU-Zulassung kommen konnte. Ich sehe Söder und die Staatsregierung in der Pflicht, die bayerische Bevölkerung vor den Gesundheitsrisiken durch die Amflora zu bewahren und unter den ewigen ZickZack Kurs in Sachen Gentechnik endlich einen klaren Schlussstrich zu ziehen! Die große Mehrheit der bayerischen Bevölkerung will keine Gentechnik auf den Feldern. Das muss die Staatsregierung endlich akzeptieren."

 

Davon abgesehen sei auch wirtschaftlich nicht ersichtlich, welchen Sinn der Anbau habe: "Nach Informationen des BUND plant bisher keine der Stärkefabriken in Deutschland die Gen-Kartoffel Amflora einzusetzen. Außerdem gibt es bereits zwei gentechnikfreie Kartoffelsorten mit denselben Eigenschaften."

 

Der Dringlichkeitsantrag der Grünen Landtagsfraktion bezieht sich auf die Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffelsorte Amflora der BASF durch die EU-Kommission. Der Beschluss der Kommission verstoße laut Daxenberger gegen EU-Recht, da erst im Jahr 2009 ein Gesetz beschlossen wurde, nach dem der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen verboten wurde, die Resistenz-Gene gegen Antibiotika enthalten. In der Kartoffelsorte Amflora befinden sich einige Resistenz-Gene, so etwa ein Antibiotikum, das gegen Tuberkulose eingesetzt wird.

Kategorie: Kreisverband, Nachhaltigkeit, Transparenz