08.02.2016, 15:20 Uhr

Grüne wollen Elektromobilität fördern

Nach Ansicht der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sollte die Elektromobilität mehr gefördert werden. Wie Grünen-Kreistagsfraktionschef Dr. Bartl Wimmer anlässlich einer Fraktionssitzung ausführte, könnten auch die Städte und Gemeinden im Landkreis Berchtesgadener Land, wie auch der Landkreis selbst, einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Wimmer lobte, dass einige Kommunen schon erste Schritte unternommen hätten, und demnächst Elektroautos für ihren Fuhrpark anschaffen würden. Auch der Landkreis habe mit der Errichtung einer Ladestation vor dem Landratsamt schon einen ersten Schritt unternommen.

Der Kreistag habe in seinem Klimaschutzkonzept beschlossen, bis zum Jahr 2030 im Landkreis einen Anteil von 15 Prozent Elektroautos erreichen zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsste „die Schlagzahl“ erhöht werden. Vor allem bei den Ladestationen müsse noch „nachgerüstet“ werden. Dr. Wimmer empfahl den Kommunen, dem Beispiel des Landkreises zu folgen und möglichst in jeder Kommune des Landkreises eine solche Ladestation zu installieren. Auch der Kreis könne in Sachen Elektromobilität noch „nachlegen“. Denkbar wäre etwa, ein oder mehrere Elektrofahrzeug zu mieten. Diese könnten dann Mitarbeitern zur Nutzung für die Fahrt morgens in Landratsamt und abends zur Heimfahrt angeboten werden. Tagsüber stünden diese Elektrofahrzeuge dann für Dienstfahrten von Mitarbeiten zur Verfügung. Solche „Car-Sharing-Modelle“ könnten auch für Firmen interessant sein.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt befasste sich die Grünen-Kreistagsfraktion mit dem Ausbau des schnellen Internets im Landkreis.Kreisrat Edwin Hertlein vertrat die Auffassung, dass der Landkreis hier noch erheblichen Nachholbedarf habe. So seien aktuell im ganzen Landkreis nur 200 Haushalte an ein Glasfaserkabel angeschlossen. In vielen Städten sei die Anschlussquote an ein Glasfaserkabel schon wesentlich höher. Insgesamt liege Deutschland unter den Industrieländern in Sachen Glasfaser noch deutlich zurück. In Südkorea beispielsweise seien bereits 70 Prozent aller Haushalte an ein Glasfaserkabel angeschlossen.

Von: Edwin Hertlein

Kategorie: Kreisverband