25.02.2008, 17:11 Uhr

Schadet Krise der Landesbank der Sparkasse?

Grüne fragen nach Auswirkungen der Entwicklung bei der Bayerischen Landesbank auf die Sparkasse BGL: Sparkassenzweckverbandsrat und Grünen-Landratskandidat Edwin Hertlein hat in einem Brief an die Sparkassenvorstände um Stellungnahme darüber gebeten, ob die aktuelle Krise der Bayerischen Landesbank auch Auswirkungen auf die Sparkasse Berchtesgadener Land haben wird. Die Sparkasse Berchtesgadener Land ist zusammen mit allen anderen Sparkasseninstitute in Bayern gemeinsam mit dem Freistaat Bayern Besitzer der Bayerischen Landesbank.

Unter anderem will Hertlein wissen, wie sich die zu tragende Wertminderung des Landesbank-Engagements im Bereich Subprime Immobilienkredite in den USA von 1,9 Milliarden Euro auf die Sparkasse Berchtesgadener Land auswirken wird. Daneben möchte der Teisendorfer Kreis- und Gemeinderat von den Sparkassenvorständen auch Auskunft darüber haben, welche Auswirkung die schon beschlossene Kapitalerhöhung der Bayerischen Landesbank um 500 Millionen Euro zum Kauf der Hypo Alpe Adria Bank auf die Sparkasse Berchtesgadener Land haben wird. Hertlein ist der Meinung, dass sich das Engagement der Bayerischen Landesbank im Bereich von riskanten Spekulationsgeschäften in den USA und das Engagement bei der Hypo Alpe Adria Bank schlecht mit dem Regionalprinzip der Sparkassen verträgt. Letztlich werde hier Geld investiert, das dann dem heimischen Kreditmarkt entzogen ist. Erneut übte Hertlein Kritik an den zum großen Teil von der Sparkasse Berchtesgadener Land finanzierten „Erholungsreisen“ für Sparkassenzweckverbandsräte. Er halte diese Form der „Entschädigung“ für die geleistete Arbeit der Verbandsräte für völlig überzogen. Die Sparkassenzweckverbandsräte kämen einmal im Jahr zu einer rund dreistündigen Verbandsversammlung zusammen. Für diese Verbandsversammlung werde ein Sitzungsgeld von 50 Euro geleistet. Diese Vergütung sei seiner Meinung nach völlig ausreichend. Alle zwei Jahre die Zweckverbandsräte samt ihren Ehepartner dann noch auf eine dreitätige „Erholungsreise“ zu schicken sei seiner Ansicht nach absolut unangemessen. Pro geleistetem Sitzungstag gebe es umgerechnet eineinhalb Tage „Erholungsreise“. Würde man bei „normalen“ Gemeinde- oder Stadträten ähnliche Maßstäbe anlegen, dann müssten diese jährlich einen Monat lang zum größten Teil auf Kosten ihrer Städte und Gemeinden auf „Erholungsreise“ geschickt werden. Hertlein schlug vor, dieses Geld entweder den Mitarbeitern der Sparkasse auszuschütten, oder einem Kindergarten zu spenden.

Von: eh
Kategorie: Kreisverband