19.05.2009, 08:51 Uhr

Unglaubwürdig in Sachen Agrogentechnik?
Grüne kritisieren Zickzackkurs der CSU

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hat der CSU einen Zickzackkurs in Sachen Gentechnik vorgeworfen. Grund dafür ist ein Antrag der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, in dem die Bundesregierung aufgefordert werden sollte, sich auf EU-Ebene für ein Verbot der Genmaissorte MON810 einzusetzen. Wie der stellvertretende Grünen-Kreisvorsitzende Dr. Bernhard Zimmer auf einer Kreisvorstandssitzung erläuterte, habe kein CSU-Bundestagsabgeordneter diesem Grünen-Antrag zugestimmt.

Nicht einmal zu Wort gemeldet habe sich in der Debatte am 13. Mai ein CSU-Abgeordneter. Offenbar sei das vor kurzem erlassene Anbauverbot dieser Genmaissorte durch Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner nur ein wahltaktisches Manöver gewesen, so Zimmer weiter. Die CSU-Politiker, wie Bayerns Umweltminister Markus Söder, die in Sachen Gentechnik in den letzten Wochen und Monaten einen Kurwechsel bei der „grünen Gentechnik“ vollzogen haben, müssten innerhalb ihrer Partei wohl noch viel Überzeugungsarbeit leisten. Leider sei die „Ablehnungsfront“ gegenüber der „grünen Gentechnik“ im Bundestag immer noch äußerst schmal. Auch die SPD habe den Grünen-Antrag fast geschlossen abgelehnt. Die Bevölkerung, die mit großer Mehrheit den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft ablehnt, forderte Zimmer auf, in dieser Frage weiter Druck auf die Politik auszuüben. Letztendlich könne ein Verbot der „grünen Gentechnik“ nur im Einklang mit der Bevölkerung durchgesetzt werden. 

Kategorie: Kreisverband, Transparenz