01.05.2012, 08:55 Uhr

Breitbandversorgung: Schnelles Internet soll für jedermann zugänglich sein

Am Freitagabend referierte Ludwig Hartmann (MdL Bündnis 90/ Die Grünen) im Gasthof "Alte Post" zum Thema Internetzugang in Bayern. Hartmann betonte, dass jeder Zugang zu schnellem Internet habe müsse. Zur Zeit haben 94,3% der Bürgerinnen und Bürgern in Bayern Zugang zu einem Internetzugang von 2 Megabyte.

Damit, so Hartmann, könne man zwar surfen und recherchieren. Es sei jedoch nicht möglich Videos zu laden, die jedoch eine immer essentiellere Rolle spielen, da beispielsweise Fernsehsender ihre Programme in Videoform online stellen würden. Bestehe nicht für jeden die gleiche Chance auf diese Informationen zugreifen zu können, so sei eine langsame Internetverbindung für einzelne Ortschaften nicht nur ein Standortnachteil, sondern würde auch zu einer Spaltung innerhalb der Gesellschaft führen, argumentierte Hartmann weiter. Die Zukunft der Internetversorgung liege in der Breitbandversorgung. Diese Forderung hat die Landtagsfraktion der Grünen in einem eigens zum Thema "Infrastruktur Breitbandversorgung" verfassten Arbeitspapier festgehalten. Um zu dem einen schnellen Ausbau zu gewährleisten, müssten Gemeinden grundsätzlich dazu angehalten werden bei jedem Aufriss einer Straße eine Leerleitung zu verlegen, die eine spätere Erweiterung des Breitbandzuganges deutlich beschleunigen würde.

Kritik übte Hartmann an der am Mittwoch vorgestellten Breitbandstrategie der bayrischen Landesregierung. Diese sieht vor, mit einem Investitionsvolumen von 100 Mio. EURO aus dem Nachtragshaushalt für 2012 auf absehbare Zeit eine Versorgung von mindestens 50 Mbit/s zu ermöglichen. Ludwig Hartmann verwies angesichts dessen darauf, dass ein solcher Ansatz grundsätzlich löblich sei, jedoch schon hätte viel früher kommen müssen. Ein weiteres Problem sei die Mindestvoraussetzung, die eine Gemeinde erfüllen muss, um Mittel aus dem Fördertopf zu erhalten: Zumindest fünf Unternehmen müssen ansässig sein, damit eine Bewerbung aussichtsreiche Chancen auf den Erhalt von Landesmitteln zum Ausbau der Breitbandförderung hat.

Im Anschluss an Herrn Hartmann sprach an diesem Abend auch der IT-Experte Herr Rack,der bei einem lokalen Internetservcie-Provider aus Salzburg. Er sieht die Zukunft der Internetversorgung in der Glasfasertechnik. Mithilfe dieser Technik sei das Verlegen von Leitungen in Häuser möglich, die bis 1 GigaByte garantieren könnten.

Von: sc
Kategorie: Infrastruktur, Berchtesgadener Tal