17.05.2015, 07:00 Uhr

Grüne wollen flächendeckend Glasfaser

Nach Ansicht der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist der derzeit auf Grundlage des sogenannten „Masterplan Breitbanderschließung“ diskutierte nächste Schritt zum Ausbau des schnellen Internets im Landkreis noch nicht ausreichend, um den Landkreis bei diesem Schlüsselthema „ganz nach vorne zu bringen“.

Nach Ansicht der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist der derzeit auf Grundlage des sogenannten „Masterplan Breitbanderschließung“ diskutierte nächste Schritt zum Ausbau des schnellen Internets im Landkreis noch nicht ausreichend, um den Landkreis bei diesem Schlüsselthema „ganz nach vorne zu bringen“.

Es sei zwar anzuerkennen, so Grünen-Kreistagsfraktionschef Dr. Bartl Wimmer anlässlich einer Sitzung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, dass der Freistaat Bayern wie die kommunalpolitisch Verantwortlichen im Landkreis diesen nächsten Schritt gingen.Die in diesem Ausbauschritt vorgesehenen Bandbreiten von 30 bis 50 Megabit pro Sekunde wären für viele Anwender im Landkreis eine deutliche Verbesserung zum Status quo. Um international mithalten zu können, reiche das aber nicht aus. Wie Wimmer weiter ausführte, hätten viele Industrienationen heute schon einen wesentlich besseren Ausbauzustand beim schnellen Internet erreicht. Auch in vielen Städten in Deutschland wären heute schon schnellere Datenverbindungen vorhanden. In Südkorea wären beispielsweise heute schon rund 70 Prozent aller Haushalte per Glasfaser mit einer Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde versorgt. Wenn man gegenüber den Städten in Deutschland und im Wettbewerb mit anderen Industrienationen nicht weiter zurückfallen wolle, führe an einem möglichst flächendeckenden Ausbau des schnellen Internets per Glasfaser auf absehbare Zeit auch im Berchtesgadener Land kein Weg vorbei.

Nach einer groben Schätzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land koste ein flächendeckender Ausbau mit Glasfaser im Landkreis rund 100 Millionen Euro.

Wenn jetzt im Zuge des Masterplans Breitbanderschließung rund 11 Millionen für den Breitbandausbau investiert werden sollen, zeige der Zahlenvergleich, dass beim schnellen Internet noch erheblicher Handlungsbedarf im Landkreis bestehe.

Grünen-Kreisrat Edwin Hertlein plädierte dafür, zu überlegen, ob im Rahmen des derzeit geplanten Ausbauschritts nicht das vorhandene Geld dafür genutzt werden sollte, an einigen wenigen Punkten, etwa in Gewerbe- oder Industriegebieten, deutlich höhere Bandbreiten als 50 Megabit zu installieren. So könnte der Landkreis für kleinere Rechenzentren als Standort interessant werden. Für solche kleinere Rechenzentren seien Bandbreiten von mehreren 100 Megabit pro Sekunde erforderlich.

 

 

 

Von: Edwin Hertlein

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Kategorie: Kreisverband