07.06.2012, 07:27 Uhr

Grüne sehen Energiewende als zentrales Wahlkampfthema

Für den Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen wird die Energiewende eines der zentralen Wahlkampfthemen im nächsten Jahr sein. Diese Ankündigung machte Grünen-Kreisvorsitzender Prof. Dr. Bernhard Zimmer auf einer Kreisversammlung zur Vorbereitung der Bundes- und Landtagswahlen im kommenden Jahr.

Der Grünen-Kreisverband nominierte insgesamt sechs Delegierte für die entsprechenden Landes- und Bundesversammlungen. Zu Delegierten wurden gewählt: Marie-Luise Thierauf aus Freilassing, Christiane Psenicka und Jens Holst aus Bad Reichenhall, Michael Drummer aus Berchtesgaden, Bernhard Zimmer aus Piding und Edwin Hertlein aus Teisendorf. Zimmer machte in seinen Ausführungen deutlich, dass es bei diesen Wahlen um wichtige Weichenstellungen in zentralen Fragen gehen werde. Unter anderem müssten die Bürgerinnen und Bürger darüber abstimmen, ob es bei der Energiewende weiter so zögerlich vorangehen werde wie bisher, oder ob diese Energiewende entschlossen angegangen werde. Die Energiewende sei für viele ökologische Fragestellungen das zentrale Projekt. Gelingen oder Scheitern der Energiewende werde aber auch Auswirkungen auf wesentliche Wirtschaftszweige in Deutschland haben. Kreisvorstandsmitglied Edwin Hertlein vertrat die Auffassung, dass die derzeitige Bundesregierung ?es einfach nicht kann?. Wer bis vor kurzem noch ein Verfechter der Atomenergie gewesen sei, werde nicht ?quasi über Nacht? zum Spezialisten für Erneuerbare Energien. Die Grünen hätten, egal auf welcher politischen Ebene, in der Vergangenheit gezeigt, dass sie ?in diesem Fach die Spezialisten sind?. Darüber hinaus müsse es aber auch darum gehen, den Einfluss der Bürgerinnen und Bürger auf die Energiewirtschaft durch Beteiligungsmöglichkeiten wie Genossenschaften oder ähnliche Modelle zu stärken. In einem Rückblick auf die Aktivitäten des Grünen-Kreisverbandes im vergangenen halben Jahr hob Bernhard Zimmer vor allem das Engagement des Ortsverbandes Bad Reichenhall während des Oberbürgermeisterwahlkampfes hervor. Es sei gelungen, mit Manfred Hofmeister einen erstklassigen Kandidaten ins Rennen zu schicken, der in der Stichwahl nur knapp unterlegen sei. Dabei hätten die Mitglieder des Ortsverbandes, aber auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger als Unterstützer Hofmeisters, mit viel Fleiss und Kreativität die bescheidenen finanziellen Möglichkeiten des Orts- und Kreisverbandes wettgemacht. Neben der Gremienarbeit für die Wahlen im nächsten Jahr stehen für den Grünen-Kreisverband aber auch zahlreiche inhaltliche Aktivitäten in den nächsten Wochen und Monaten auf der Tagesordnung. So kündigte Zimmer für den Juli unter anderem Veranstaltungen zu den Themen Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe und Verkehr an. Unter dem Tagesordnungspunkt Berichte aus den Ortsverbände wies Edwin Hertlein auf die Umstellung der Haushaltsführung der Marktgemeinde Teisendorf von der Kameralistik auf die doppelte Buchführung, die sogenannte Doppik, hin. Mit der Doppik, einer Haushaltsführung, mit der praktisch alle Betriebe und Wirtschaftsunternehmen arbeiteten, werde ein Kommunalhaushalt wesentlich transparenter als das bei der Kameralistik der Fall sei. Er könne nur dafür werben, dass auch andere Kommunen im Landkreis diesem Beispiel folgten.

Kategorie: Kreisverband, Energie, Bundestagswahl, Nachhaltigkeit