11.09.2013, 10:03 Uhr

Jugend protestiert gegen Massentierhaltung

Was war los, gestern am Königssee? Ein Schwein, ein Huhn, eine Kuh, junge Leute verteilen Sonnenblumensamen und bitten die Menschen über die Folgen unseres Konsums nachzudenken.

 „Willkommen in der Zukunft“ ist das Motto der „Grünen Jugend Hochtour“, die gestern auch einen Stopp im Berchtesgadener Land eingelegt haben.

Seit 24.08. sind acht Gruppen junger Menschen, allesamt Mitglieder der Grünen Jugend in Kleinbussen bundesweit unterwegs und wollen ihren Beitrag für eine bessere Zukunft leisten. Es ist Wahlkampf und mit ihrer Tour wollen sie Zeichen setzen: Menschen geht zur Wahl, nutzt Eure Freiheit und euer demokratisches Recht und stimmt mit über Eure Zukunft ab.

„Ich schenke Ihnen ein Tütchen mit Sonnenblumensamen, wenn Sie einen Moment innehalten und über die grausamen Zustände und die Situation der arme Schweine in der Massentierhaltung nachdenken“ sprach das „Schwein“ die Menschen am Königssee an. Die meisten waren auf dem Weg zur Anlegestelle, waren Urlauber auf dem Weg zur Schifffahrt über unseren schönen Königssee. Die meisten haben kurz angehalten, haben sich gefreut über die Sonnenblumensamen.

„Was können wir schon tun?“ wurde das „Huhn“ gefragt, das auf den übermäßigen und für uns alle gefährlichen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung hinwies. Die Antwort war klar: „Überlegen Sie sich was auf den eigenen Teller kommt, hinterfragen Sie wie die Tiere gehalten wurden und im Zweifel schmeckt das vegetarische Gericht dann besser“. Tierschutz und Klimaschutz fangen beim Essen an.

Es war Mittagszeit, vielleicht haben sich die Wirte ja gefragt, warum gerade gestern die vegetarischen Gerichte auf den Speisekarten mehr nachgefragt wurden als sonst. Transparenz und klare und verständliche Information ist eine der wesentlichen GRÜNEN Forderungen im Verbraucherschutz. „Wir wollen Schluss machen mit dem Etikettenschwindel auf Lebensmitteln“ fordert Dr. Bernhard Zimmer, Bundestagskandidat der Grünen, denn der Verbraucher hat bei „Alpenmilch“ ein bestimmtes Bild im Kopf und er darf erwarten, dass die Königssee-Renke im Königssee gelebt hat und eben nicht aus einer Fischzucht kommt und dann nur kurz im See eingetaucht wurde.

Deshalb war auch die zweite Botschaft der Jugendlichen klar: Grün wählen, denn echten Tierschutz, Klimaschutz und eine konsequente Umsetzung der Energiewende gibt es nur mit den Grünen.

Warum Wahlkampf am Königssee? „Global denken und lokal handeln“, eine Gruppe belgischer Gäste hat sich gefreut, wurden schon einmal an die Europawahl im nächsten Jahr erinnert und ein Gast aus Sachsen war hocherfreut, das Bayern bunter ist als er erwartet hat und er nun für den Ausgang der Wahlen nicht mehr so schwarz sieht.

Von: bz

Grüne Jugend auf Hochtour am Königssee (Fotos: Sabine Wimmer)

Kategorie: Bildung, Bundestagswahl, Berchtesgadener Tal, Kreisverband