29.09.2009, 09:04 Uhr

Ökopartei bewertet Bundestagswahlergebnis: Grüne nur teilweise zufrieden

Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land sehen ihr Wahlergebnis im Landkreis mit gemischten Gefühlen. Einerseits freuen sich die Kreis-Grünen, wie Kreisvorsitzender Franz Eder am Rande einer Wahlfeier am Sonntag Abend in Freilassing ausführte, über die hervorragenden Ergebnisse bei Erst- und Zweitstimme im Landkreis. Zum vierten Mal in Folge konnten Die Grünen im Landkreis bei einem Wahlgang einen Zuwachs für sich verbuchen.

Mit 10,56 Prozent bei den Zweitstimmen wären Die Grünen inzwischen stabil im zweistelligen Bereich. Bundestagskandidat Prof. Dr. Bernhard Zimmer habe gar 11,21 Prozent der Erststimmen im Landkreis holen können. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl sei das sogar fast eine Verdoppelung. Mit diesem Ergebnis sei auch der kompetente und engagierte Wahlkampfeinsatz des Pidinger Dritten Bürgermeisters belohnt worden. Ausdrücklich bedankte sich Eder bei seinem Stellvertreter im Kreisvorstand für dessen aufopferungsvollen und unermüdlichen Einsatz. Schade sei, dass man den bei der Europawahl eroberten zweiten Platz in der Wahlergunst im Landkreis wieder knapp habe abgeben müssen. Ein echter Wehrmutstropfen sei allerdings der Wahlsieg von Schwarz-Gelb im Bund. Sollten die neuen Koalitionsparteien auf Bundesebene tatsächlich ihre Wahlkampfankündigungen umsetzen, drohe ein ökologischer Rückschritt und ein sozialer Kahlschlag im Lande. Eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke werde eindeutig zu Lasten der Erneuerbaren Energien gehen, von den unabsehbaren Risiken bei der Endlagerung einmal abgesehen. Auf den Äckern in Bayern drohe der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft, was vor allem die FDP forciere. Und Steuergeschenke für Reiche könnten nur zu Lasten kleinere und mittlerer Einkommen verwirklich werden. Eder kündigte aber an, dass Die Grünen die oben genannten möglichen Entwicklungen aber keinesfalls kampflos hinnehmen würden. „Wer die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängern will, muss wissen, dass er damit eine heftige gesellschaftliche Kontroverse auslösen wird“, so Eder abschließend.

Von: eh
Kategorie: Kreisverband