28.08.2013, 08:29 Uhr

GRÜNE fordern ein Gesamtkonzept für Berchtesgaden

„Es ist an der Zeit ein Gesamtkonzept zu erarbeiten und das „Haus der Berge“, die neue „Dokumentation Obersalzberg“ gemeinsam mit dem Schüler- forschungszentrum zu einem Alleinstellungsmerkmal Berchtesgadens in Sachen Bildung und Tourismus zu entwickeln“ fordert Dr. Bartl Wimmer.

Haus der Berge Vorbild für die Dokumentation am Obersalzberg

Die Besucherzahlen der Dokumentation Obersalzberg liegen weit über den ehemals geplanten aber die Ausstellung ist in die Jahre gekommen, was vor allem die Didaktik der Ausstellung betrifft. Deshalb waren die Berchtesgadener Grünen anlässlich eines Besuches mit der Kreisvorsitzenden der Münchner Grünen Katharina Schulze froh zu hören, dass die Erweiterung und Modernisierung der Ausstellung endlich angepackt wird.

„Es wäre wünschenswert auch für die Dokumentation Obersalzberg ein ähnlich gutes didaktische Konzept wie im Haus der Berge umzusetzen“ erklärte Schulze, die zuvor im Haus der Berge die Ausstellung besucht hatte. Schulze, die auf Platz 5 der oberbayerischen Liste als jüngste Kandidatin der Grünen für den Bayerischen Landtag kandidiert zeigte sich beeindruckt über das breite Angebot an Führungen, Seminaren und Workshops sowie das persönliche Engagement der MitarbeiterInnen.

Erst bekämpft - heute unverzichtbar

„Wenn man heute nachfrägt, dann waren schon immer Alle in Berchtesgaden für eine derartige Ausstellung an diesem Täterstandort des Nazionalsozialismus“ beantwortete Dr. Bartl Wimmer, Stimmkreiskandidat für den Landtag die Frage nach der Akzeptanz vor Ort und berichtete von den harten Auseinandersetzungen und Diskussionen der Vergangenheit.

„Es ist an der Zeit ein Gesamtkonzept zu erarbeiten und das „Haus der Berge“, die neue „Dokumentation Obersalzberg“ gemeinsam mit dem Schülerforschungszentrum zu einem Alleinstellungsmerkmal Berchtesgadens in Sachen Bildung und Tourismus zu entwickeln“ forderte Wimmer. Aus der Vergangenheit zu lernen, das natürliche Potenzial nutzen, um die Zukunft besser zu gestalten sei die Herausforderung und Berchtesgaden habe die besten Voraussetzungen.

Nachhaltiger Bauen - Pflichtaufgabe als Vorbild

„Wenn es dann noch gelingt für den Neubau der Dokumentation Obersalzberg die Kriterien für Nachhaltiges Bauen des Bauministeriums in Berlin einzuhalten und dieses mit einem entsprechenden Zertifikat zu belegen, wären auch die raumklimatischen Probleme derzeit gelöst“ reagierte Dr. Bernhard Zimmer auf den Bericht über Temperaturen jenseits der 30°C in der jetzigen Ausstellung. Schon aufgrund der Vorbildwirkung sei gerade für öffentliche Bauten die konsequente Umsetzung der Kriterien des nachhaltigen Bauens zwingend notwendig. „Vielleicht gelingt es ja dann in der neuen Dokumentation den heimischen Baustoff Holz von Beginn an auch in der Konstruktion zu berücksichtigen“ ergänzte Zimmer und spielt auf die Konstruktion des Haus der Berge an, welches architektonisch gelungen sei, aber natürlich in der Konstruktion mehr Holz möglich gewesen wäre. Immerhin ist die tragende Konstruktion des mehrgeschossigen „Felsens“ in der Ausstellung eine Holzkonstruktion und unterstreicht noch einmal die Forderung nach einem zukunftsweisenden Konzept der neuen Dokumentation Obersalzberg.

Von: Bernhard Zimmer

Katharina Schulze, Sprecherin der Münchner Grünen, Dr. Bernhard Zimmer und Ilse Englmaier sind begeistert vom Ausstellungskonzept im Haus der Berge und wünschen sich ein ähnlich gelungenes Konzept für die Dokumentation am Obersalzberg.

Kategorie: Kreisverband, Bernhard Zimmer, Umwelt, Nachhaltigkeit, Bartl Wimmer, Berchtesgadener Tal