16.05.2013, 17:12 Uhr

Grüne unterstützen Regionalwährungen

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Chiemgauer hat der Grünen-Kreisvorsitzende Prof. Dr. Bernhard Zimmer auf die positive Bilanz dieser lokalen Regionalwährung hingewiesen. Auf einer Sitzung des Grünen-Kreisvorstandes berichtete Zimmer, dass der Chiemgauer im letzten Jahr einen Umsatz von rund 6,5 Millionen Euro erreicht habe.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Chiemgauer hat der Grünen-Kreisvorsitzende Prof. Dr. Bernhard Zimmer auf die positive Bilanz dieser lokalen Regionalwährung hingewiesen. Auf einer Sitzung des Grünen-Kreisvorstandes berichtete Zimmer, dass der Chiemgauer im letzten Jahr einen Umsatz von rund 6,5 Millionen Euro erreicht habe. Seit seiner Einführung betrage der Gesamtumsatz rund 30 Millionen Euro. Mit dieser Summe sei der Chiemgauer die erfolgreichste Regionalwährung überhaupt. Dabei gehe es beim Projekt Chiemgauer um mehr als nur ein „ökonomisches Projekt“. Mit ihrer Teilnahme am Chiemgauer hätten die beteiligten 600 Unternehmen und die über 3000 Mitglieder in den Landkreisen Traunstein und Rosenheim etwa 255.000 Euro an Fördergelder für soziale Projekte ermöglicht. Der „kleine Bruder“ des Chiemgauer, der Sterntaler, werde im nächsten Jahr sein 10-jähriges Jubiläum feiern können. Aufgrund des kleineren Einzugsgebietes komme der Sterntaler, die Regionalwährung des Berchtesgadener Landes, natürlich noch nicht auf die Umsatzsummen wie der Chiemgauer. Allerdings sei auch diese Regionalwährung sehr erfolgreich. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit den beiden lokalen Regionalwährungen habe der Grünen-Kreisverband Berchtesgadener Land auch die Aufnahme von Regionalwährungen als Ergänzung zum Euro in das aktuelle Landtags- und Bundestagswahlprogramm vorgeschlagen, was von den jeweiligen Parteitagen auch gebilligt worden sei. Die positive Bedeutung von Regionalwährungen habe vor kurzem auch der frühere Bundespräsident Horst Köhler in einem Vortrag hervorgehoben. Eine Regionalwährung zwinge den jeweiligen Nutzer quasi, sein Geld in der Region auszugeben. Das sei ein weiterer wichtiger Faktor zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. In einem weiteren Tagesordnungpunkt befasste sich der Grünen-Kreisvorstand mit dem Stand der Dinge in Sachen Ausbau der A 8. Zimmer forderte, endlich den Realitäten bei der Verkehrsentwicklung in die Augen zu schauen. Erst vor wenigen Tagen habe die Asfinag den ursprünglich geplanten sechsspurigen Ausbau zwischen Eugendorf und Hallein auf Eis gelegt. Begründung: Aufgrund der aktuellen Verkehrsentwicklung sein ein Ausbau im Raum Salzburg bis auf Weiteres nicht nötig. Zimmer forderte Bundesverkehrsminister Dr. Peter Raumsauer auf, sich an dem Vorgehen der Asfinag ein Beispiel zu nehmen und endlich mit realistischen Verkehrsprognosen zu arbeiten. Immerhin solle der sechsspurige Ausbau der A 8 zwischen Rosenheim und der Staatsgrenze nun schon mehr als eine Milliarde Euro kosten. Angesichts der Unterfinanzierung des Verkehrshaushaltes sei diese Summe überhaupt nicht zu finanzieren. Aehnliches gelte auch für andere Verkehrsprojekte im Landkreis wie den Kirchholztunnel oder den Bau zweier Umgehungsstrassen in Oberteisendorf.

Von: eh

Unterstützt Regionalwährungen: Der Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Berchtesgadener Land, Prof. Dr. Bernhard Zimmer.

Kategorie: Kreisverband, Bernhard Zimmer